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Gesundheitslexikon: Infrarotkabine (Infrarotsauna)

Infrarotkabinen für erholsame Tiefenwärme

Infrarotkabinen oder Infrarotsaunas sind eine schonende Alternative zu herkömmlichen Saunas. Der Unterschied ist, dass im Gegensatz zur Sauna bei einer Infrarotkabine der Körper nicht durch heiße Raumluft erhitzt wird, sondern dass die Haut und auch tiefer liegende Körperregionen wie Muskeln direkt per Infrarotstrahlung erwärmt werden, ohne dass sich die Raumtemperatur dabei erhöht. Wärme durch Infrarotstrahlung hat viele positive Effekte, aber es gibt auch einige Dinge, die Sie bei der Nutzung beachten sollten.

Funktionsweise von Infrarotkabinen

Infarotkabinen sind meist ähnlich kubusförmig und aus Holz gebaut wie herkömmliche finnische Saunas. Über das Steuerungsmodul lässt sich die Dauer der Bestrahlung ebenso einstellen wie alle anderen Parameter, also Licht und Temperatur. Die Temperatur in einer durchschnittlichen Infrarotkabine hat je nach Programm zwischen 25 und 65 Grad. Bei Infarotkabinen wird die Infrarotstrahlung in drei Intensitäten eingeteilt: Infrarot-A-Strahlung mit einer Lichtwelle von 780 bis 1400 Nanometern, Infrarot B mit 1400 bis 3000 Nanometern und Infrarot C mit Wellenlängen über 3000 Nanometern.

Physikalisch gesehen handelt es sich bei Infrarotstrahlung um elektromagnetische Wellen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht und der Terahertzstrahlung, die längere Wellen hat. Da die Strahlung nach einschalten der Kabine sofort verfügbar ist, hat sie den Vorteil gegenüber herkömmlichen Saunas, wesentlich energieeffizienter Wärme zu spenden.

Welche Wirkung hat Infrarotstrahlung auf den menschlichen Körper?

Ursprünglich ist Infrarotstrahlung schon lange im medizinischen Bereich etabliert. Beispielsweise wurde und wird sie eingesetzt, um Entzündungen örtlich zu behandeln. Darüber hinaus findet sie in Form von Lasern Verwendung. Erst in den letzten Jahren wurde Infrarotstrahlung zunehmend interessanter für den Wellnessbereich und wurde zu einer energieeffizienten Alternative zur finnischen Sauna. Denn die meisten Anteile der Strahlung werden erst beim Auftreffen auf die Haut vom Körper entweder absorbiert oder in Wärme umgewandelt. In herkömmlichen Saunas erhitzt man hingegen die Raumluft, was wesentlich länger dauert und mehr Energie verbraucht. Da die Strahlung direkt in die Haut und auch tiefer in den Körper eintritt, entsteht das bekannte Gefühl der für Infrarotkabinen typischen Tiefenwärme.

Bei welchen Problemen Infrarotstrahlung hilfreich ist

Vor allem bei Muskelverspannungen hilft Infrarotstrahlung und ist daher als Vorbereitung vor dem Sport ebenso geeignet wie zur Regeneration danach. Spitzensportler nutzten Infrarotkabinen, um den Muskelaufbau zu maximieren. Grundsätzlich genießt man durch die Nutzung einer Infarotkabine alle Vorteile, die Wärme für den Körper zu bieten hat: Der Stoffwechsel wird angeregt und das Immunsystem aktiviert. Die Haut wird durch die Strahlung ebenso erwärmt, wodurch sie besser durchblutet wird. Die Folge ist, dass über die Blutzirkulation mehr Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen transportiert werden, was wiederum die Entgiftung ankurbelt.

Was sollte man beachten?

Prinzipiell können Sie auf Ihren Körper hören, um zu bestimmen, wie viel Zeit in der Infrarotkabine Ihnen gut tut. Sie können sie grundsätzlich drei- bis viermal pro Wochen für 25 bis 30 Minuten bedenkenlos benutzen. Was Sie beachten sollten, ist nicht direkt in das Licht zu sehen. Ansonsten kann Ihre Netzhaut Schaden nehmen.

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