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Gesundheitslexikon: Hyaluronsäure

Hyaloronsäure ist gut für Haut und Gelenke
Hyaloronsäure sorgt dafür, dass unsere Haut Feuchtigkeit besser binden kann und sie somit praller aussieht. © Getty Images, CoffeeAndMilk

Hyaluronsäure als Therapie – sinnvoll oder überbewertet?

Hyaluronsäure ist eine durchsichtige, gelartige Substanz, die vom Körper selbst gebildet wird. Sie befindet sich hauptsächlich im Bindegewebe sowie im Knorpel der Gelenke und hat die Fähigkeit, mit geringem Ausgangsvolumen sehr große Mengen an Feuchtigkeit zu binden. Der Anteil an Hyaluronsäure im Körper sinkt jedoch mit zunehmendem Alter, sodass bei einem Sechzigjährigen nur noch etwa zehn Prozent der ursprünglichen Masse vorhanden ist. Führt ein Mangel an Hyaluronsäure zu Problemen in den Gelenken oder der Haut, kann sie künstlich hergestellt und der betroffenen Körperstelle wieder zugeführt werden.

Wo wirkt Hyaluronsäure im Körper?

Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und der Knorpelmasse in den Gelenken. Durch ihre zähflüssige Konsistenz legt sie sich um die Knorpeloberfläche und macht sie glatt und widerstandsfähig. Damit ist der Knorpel gegen Belastungen der Gelenke geschützt. Hyaluronsäure ist zähflüssiger als Wasser und kann auch durch Druck nicht aus den Gelenken herausgepresst werden. Somit festigen zum Beispiel gallertgefüllte Einlagen zwischen den Bandscheiben die Stabilität der Wirbelsäule, damit diese einen großen Teil des Körpergewichts tragen kann. Der größte Anteil der körpereigenen Hyaluronsäure befindet sich im Bindegewebe. Durch ihre Fähigkeit, Wasser in großen Mengen zu speichern, ist sie für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt der Haut zuständig.

Wie wird Hyaluronsäure therapeutisch eingesetzt?

Durch Überbeanspruchung oder im fortschreitenden Alter verlieren die Gelenke häufig ihre Geschmeidigkeit und Beweglichkeit, es bildet sich eine Arthrose. In diesen Fällen wird künstlich produzierte Hyaluronsäure oft als zusätzliche Gelenkflüssigkeit in die betroffenen Bereiche eingespritzt, um die Knorpeloberfläche wieder zu glätten und ein Aneinanderscheuern zu vermeiden. Bei einer Entzündung im Gelenk darf Hyaluronsäure allerdings nicht angewendet werden. Ob abgenutzte Knorpelschichten dadurch auch wieder neu aufgebaut werden können, darüber sind die Fachleute geteilter Meinung. Solange eine Wirkung nicht explizit nachgewiesen ist, übernehmen die Kassen die Kosten dieser Behandlung nicht.

Da Hyaluronsäure in Relation zu ihrer Masse sehr große Mengen an Wasser binden kann (bis zu sechs Liter Wasser pro Gramm Hyaluronsäure), wird sie auch Augentropfen beigesetzt. Sie sorgt dafür, dass der Glaskörper der Augenlinse feucht gehalten wird und verhindert so trockene Augen.

Einsatz von Hyaluronsäure in der ästhetischen Medizin und Kosmetik

Wenn die Haut nicht mehr genug Feuchtigkeit binden kann, lässt ihre Elastizität nach und es entstehen Falten. Hyaluronsäure ist zugleich feuchtigkeitsspendend und feuchtigkeitsbindend, was sie zum geeigneten Mittel gegen Falten macht. Die Injektion von Hyaluronsäure in die Haut wird als Faltenunterspritzung bezeichnet. Obwohl das Ergebnis sofort sichtbar ist, lässt die Wirkung mit der Zeit nach und muss wiederholt werden. Zur Faltenminderung kann Hyaluronsäure der Haut auch über Cremes, Gel oder Kapseln zugeführt werden. Diese enthalten allerdings eine niedrigere Dosierung des Wirkstoffs und erzielen somit eine geringere Wirkung.


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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