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Gesundheitslexikon: Honig

Honig: Wundermittel aus dem Bienenstock

Honig ist ein reines Naturprodukt. In mühsamer Fleißarbeit wird Blütennektar von Honigbienen gesammelt und zu einer goldenen, zuckersüßen Substanz verarbeitet. Bereits in der Steinzeit haben sich die Menschen den Honig zunutze gemacht und wussten um seine wohltuende Wirkung. Denn er ist nicht nur lecker und nahrhaft, sondern auch ein wunderbares Heilmittel.

Vorkommen

Honig wird hauptsächlich von den Honigbienen für ihren eigenen Bedarf produziert. Er kommt überall auf der Welt vor und wird in der freien Natur von wilden Bienen hergestellt. Im Laufe der Zeit haben sich Imkereien etabliert. Diese hegen mehrere Bienenvölker in Stöcken, um das wertvolle Naturprodukt regelmäßig abzubauen. Neben den Honigbienen bzw. Wildbienen existiert auch eine Reihe exotischer Bienenarten. Besonders in Australien, Afrika, Asien und Amerika gibt es Honigsorten, die äußerst selten vorkommen und dadurch einen immensen Wert haben. Diese sind auf dem Weltmarkt jedoch kaum erhältlich.

Verwendung und Wirkung als Heilmittel

In der Antike, so heißt es, verdankten die Götter dem Honig ihre Unsterblichkeit. Das Naturprodukt enthält heilsame Stoffe, die in der Tat lebensverlängernd wirken können. Honig besteht hauptsächlich aus Zucker und zu knapp 20 Prozent aus Wasser. Er enthält alle wichtigen Vitamine, Folsäure, Niacin, Biotin und Pantothensäure sowie Mineralien bzw. Spurenelemente. Daneben sind in Honig bis zu 180 wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, deren Zusammensetzung von der Blütenkollektion abhängt. Die Honigbienen reichern den Nektar mit wichtigen Enzymen und Aminosäuren an. Weitere bedeutende Bestandteile des Honigs sind Inhibine. Diese wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Daher eignet sich Honig in Verbänden hervorragend für die Behandlung von Wunden. Die Flavonoide Pinocembrin und Kaffeesäure wirken wie Antibiotika und töten Krankheitserreger ab. Das in Honig enthaltene Acetylcholin schützt das Herz und die Herzkranzgefäße. Zudem kann Honig eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Bei Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden kann Honig die Symptome und Schmerzen lindern. In Milch oder Tee aufgelöst, hilft er dabei, leichtes Fieber zu senken. Die Wirkung der Bestandteile wird zudem in der Krebsforschung untersucht.

Auch in der Kosmetik wird Honig angewendet. Bei akuten Hautproblemen, wie Akne, können Masken mit Honig einer Narbenbildung vorbeugen. Zudem sollen Cremes und Lotionen, in denen Honig verarbeitet wurde, das Bindegewebe stärken und Schwangerschaftsstreifen vorbeugen.

Wichtige Hinweise

Säuglinge und Kleinkinder dürfen Honig nicht einnehmen. Es handelt sich um ein Rohkostprodukt. Einige Bakterien, wie etwa das Clostridium botulinum, können im Honig überleben. Die noch unterentwickelte Darmflora der Babys können diese nicht bekämpfen. Das kann Vergiftungserscheinungen und Lähmungen verursachen. Achten Sie beim Kauf von Honig unbedingt auf die Zertifizierung ‚Echter Deutscher Honig‘ durch den Deutschen Imkerbund (DIB). Dieser Honig durchläuft strenge Kontrollen und Qualitätsprüfungen. Nur so können Sie sichergehen, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt, welches auch die wertvollen Inhaltsstoffe enthält. Achtung! Erhitzen Sie Honig nie über 40 Grad Celsius. Dies kann die enthaltenen Heilsubstanzen abtöten. Lassen Sie daher Tees und Milch abkühlen bevor Sie den Honig einrühren oder nehmen Sie ihn separat ein.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilmittel können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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