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Gesundheitslexikon: Herpes

5 Hausmittel gegen Herpes
5 Hausmittel gegen Herpes Bläschen ade! 00:01:16
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Was Sie über Herpes wissen sollten

Herpes simplex wird durch zwei Viren, den Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV1) und den Herpes-Simplex-Virus 2 (HSV2), ausgelöst. Das HSV1 verursacht hauptsächlich Lippenherpes und das HSV2 vorwiegend Genitalherpes, wobei die Erkrankungen jeweils von beiden Viren ausgelöst werden können. Die Viren bleiben nach einer Ansteckung lebenslang im Körper und können dadurch immer wieder reaktiviert werden, was sich in den typischen Bläschen und Juckreiz äußert. Etwa 80 Prozent der Menschen in Deutschland infizieren sich bereits im Kleinkindalter mit dem HSV1 Virus.

Ursachen und Ansteckung

Die Viren werden durch Schmierinfektion, über die Schleimhäute sowie kleinste Verletzungen der Haut übertragen. Dies geschieht durch intime Kontakte wie Küssen, Oral- und Geschlechtsverkehr. Auch Schwangere können ihr Baby bei der Geburt anstecken, falls die Bläschen im Genitalbereich gerade ausgeprägt sind. Bei der Erstinfektion wandern die Viren ins zentrale Nervensystem und setzen sich dort ab. Sobald das Immunsystem geschwächt ist oder eine Reizung des Nervensystems stattfindet, werden die Viren reaktiviert. Auch Stress, Fieber, Infektionen, Verletzungen, hormonelle Veränderungen und die Einnahme bestimmter Medikamente sowie übermäßige Sonneneinstrahlung können zu einer Reaktivierung führen.

Lippenherpes – Herpes labialis

Bei Lippenherpes kommen die Bläschen am Mundbereich oder auch anderen Stellen im Gesicht vor. Nach der ersten Ansteckung dauert es etwa drei bis sieben Tage, bevor der Mensch ein Spannungsgefühl auf der Haut und einen Juckreiz bzw. Brennen verspürt. Danach bilden sich kleine Bläschen aus, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind und schmerzen können. In der Flüssigkeit befinden sich die Viren, daher ist Vorsicht geboten, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Das Abheilen dauert etwa bis zu zwei Wochen. Die Bläschen trocknen und bilden eine Kruste, die schließlich abfällt.

Genitalherpes – Herpes genitalis

Die Beschwerden bei Genitalherpes nach der ersten Ansteckung sind meist schlimmer als nach einer Reaktivierung. Binnen einiger Stunden bis Tage schwillt der Genitalbereich an. Die Bläschen können sich auf die angrenzende Haut ausbreiten und bis zu drei Wochen brennen, jucken und in schlimmen Fällen Fieber und Schmerzen in Kopf, Muskeln sowie beim Wasserlassen auslösen. Falls die Viren durch Anal- oder Oralverkehr übertragen wurden, können die Beschwerden ebenfalls in Rachen und Enddarm auftreten.

Diagnose

Anhand der Symptome kann der Arzt bereits feststellen, ob es sich um Herpesviren handelt. Zusätzlich kann ein Abstrich aus den Bläschen gewonnen werden, der im Labor untersucht wird. Auch das Bilden von Antikörpern im Blut weist darauf hin, ob es sich um Herpesviren handelt. Diese Untersuchungsmaßnahmen sind erforderlich, um Infektionen, etwa durch Pilze oder andere Erreger, die ähnliche Anzeichen hervorrufen, auszuschließen.

Behandlung/Therapie

Der Mensch kann nicht von den Herpesviren befreit werden. Lediglich die Symptome können durch virustatische Salben und Tabletten gelindert und die Vermehrung der Viren somit unterbunden werden.

Prävention

Ein umfangreicher Schutz ist kaum möglich. Während Genitalherpessymptome präsent sind, ist auf Geschlechtsverkehr zu verzichten und auf strikte Hygiene in Bad und Toilette zu achten, um weitere Ansteckung zu vermeiden, bis die Anzeichen abgeklungen sind.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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