Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Hepatitis A

Hepatitis A: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Bei Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber, die durch Hepatitis-Viren ausgelöst wird. Mediziner unterscheiden zwischen den Typen A, B, C, D und E. Hepatitis A kommt vor allem in Ländern vor, in denen die hygienischen Bedingungen mangelhaft sind. Anders als die Typen B und C wird A allerdings in der Regel nicht über Blutprodukte oder sexuelle Kontakte übertragen, sondern durch verunreinigte Lebensmittel und Wasser.

Ursachen

Hepatitis A-Infizierte scheiden die Viren über den Urin, den Stuhl oder den Speichel aus. Die Ansteckung anderer Personen erfolgt fäkal-oral, also durch Kot, der mit dem Mund aufgenommen wird. Dies passiert manchmal im direkten Kontakt, üblicherweise aber indirekt. Die häufigsten Infektionsquellen sind dabei das Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel. Obst und Gemüse, das mit virenhaltigem Wasser gewaschen wurde, oder rohe Meeresfrüchte, die aus fäkal kontaminierten Gewässern stammen, können zur Infektion führen. Zudem werden die Viren über verschmutzte Türgriffe, Wasserhähne oder Besteck aufgenommen. In den seltensten Fällen erfolgt die Übertragung durch Blutprodukte. Während der Schwangerschaft kann die Mutter eine akute Hepatitis A auf ihr ungeborenes Kind übertragen.

Symptome

Erste Symptome treten in der Regel zwei bis sieben Wochen nach der Infektion mit dem Virus auf. Ansteckend ist der Patient allerdings bereits davor. In vielen Fällen verläuft die Krankheit ohne spezifische Symptome und heilt infolge von selbst aus. Leichtes Fieber, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Appetitlosigkeit lassen selten direkt auf Hepatitis A schließen. Erst Schmerzen im Bereich der Leber sowie typische Symptome einer Gelbsucht deuten auf eine Leberentzündung hin. Im Zuge der Gelbsucht färben sich die Haut sowie das Weiß der Augen gelb, der Stuhl wird heller und der Urin dunkler.

Diagnose

Hepatitis A wird im Blut nachgewiesen. Bei Verdacht auf die Erkrankung wird der Arzt eine Blutprobe ins Labor schicken und auf erhöhte Leberwerte testen. Zudem wird das Blut auf spezifische Antikörper untersucht.

Behandlung

Hepatitis A wird nicht ursächlich behandelt. Gegen die Symptome wird allerdings in Form von Arzneien gegen Übelkeit oder mit fiebersenkenden Medikamenten vorgegangen. Für die Dauer der Erkrankung gilt für den Patienten der dringende Verzicht auf Alkohol, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, keine Aufnahme von leberbelastenden Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie Schonung. Die Beschwerden verschwinden in der Regel nach rund zwei bis vier Wochen. Es kommt zu keinen chronischen Verläufen, der Patient bleibt für sein ganzes Leben immun.

Um die Übertragung auf das Umfeld zu vermeiden, ist die Hygiene ganz besonders wichtig. Neben dem obligatorischen Händewaschen sollte der Patient im Idealfall eine eigene Toilette sowie eigene Handtücher benutzen.

Vorbeugung

Es steht eine Hepatitis A-Impfung zur Verfügung, die vor allem bei Reisen ins Ausland (auch nach Osteuropa oder in den Mittelmeerraum) empfohlen wird. Eventuell lohnt sich auch die Kombinationsimpfung, die sowohl gegen Hepatitis A und B wirkt. Auf Reisen sollte insbesondere auf rohe Speisen, ungeschältes Obst und Eiswürfel verzichtet werden. Häufiges Händewaschen sollte selbstverständlich sein.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Anzeige