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Gesundheitslexikon: Heiserkeit

Heiserkeit: das können Sie tun

Unter Heiserkeit versteht man die Beeinträchtigung der Stimme in Form einer Einschränkung der Stimmstärke oder eines veränderten Klangs.

Ursachen

Verantwortlich für Heiserkeitserscheinungen sind entweder organische oder funktionelle Störungen. Zu den organischen Ursachen zählen Entzündungen im Bereich des Rachens und Infektionen der oberen Atemwege. Hinzu kommen Erkrankungen des Kehlkopfes wie Lähmungen und gut- oder bösartige Neubildungen. Funktionelle Ursachen hängen vor allem mit Überlastung der Stimme zusammen. Davon sind häufig Personen betroffen, die über einen längeren Zeitraum laut reden oder singen, wie etwa Lehrer, Schauspieler und Sänger. Darüber hinaus gehört eine anlagebedingte schwache Stimme ebenso zu den funktionellen Ursachen wie die Stimmveränderung in der Pubertät.

Symptome

Ein erstes Anzeichen der Erkrankung ist eine Veränderung der Stimme. Sie klingt nicht mehr klar, sondern entweder rau und kratzend oder dünn. Mitunter kann es zu einem völligen Versagen der Stimme kommen. Der Rachen fühlt sich oft trocken und rau an und es besteht häufig ein verstärktes Durstgefühl. Betroffene verspüren den Drang sich zu räuspern, obwohl dies die Beschwerden nicht lindert. Weiterhin können in Zusammenhang mit Heiserkeit auch Halsschmerzen und Fieber sowie Schwellungen und Rötungen des Rachenraums auftreten. Heiserkeit verläuft meistens harmlos. Nach dem Abklingen einer Erkältung ist in der Regel auch die Stimme wieder normal. Für den Fall, dass die Störung der Stimme über einen längeren Zeitraum auftritt, ist von einer chronischen Heiserkeit auszugehen. Diese tritt oft innerhalb einer vermehrten Beanspruchung der Knötchen an den Stimmbändern auf, insbesondere bei langem Reden oder Singen.

Diagnose

Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, sollte unbedingt von einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde untersucht werden. Nach der ausführlichen Anamnese führt der Arzt eine Kehlkopfspiegelung durch. Ergänzend dazu können weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen oder eine Computertomographie, notwendig sein.

Behandlung

Wird die Heiserkeit durch eine Erkältung oder Überanstrengung der Stimme ausgelöst, reicht es oft, die Stimme zu schonen. Als hilfreich erweisen sich in diesen Fällen auch heiße Getränke aus Kräuterauszügen und Dampfbäder mit Kamille. Spezielle Lutschtabletten beruhigen die strapazierte Kehle und tragen ebenfalls zur Heilung bei. Darüber hinaus bewähren sich oftmals Quarkpackungen, die um den Hals gebunden werden. Liegt eine Infektion vor, verordnet der Arzt in der Regel ein Antibiotikum. Bösartige Gewebeveränderungen erfordern eine operative Behandlung. Eine lang anhaltende Störung der Stimme kann eine Sprachtherapie durch einen Logopäden notwendig machen.

Vorbeugung

Ein starkes Immunsystem schützt den Körper vor Viren und Bakterien, die Erkältungen und somit auch Heiserkeit hervorrufen können. Um das Immunsystem zu stärken, ist eine ausgewogene Ernährung ebenso wichtig wie regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und Stressabbau. Wer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtet, hält die Rachenschleimhaut feucht und beugt somit auch Heiserkeit vor.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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