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Gesundheitslexikon: grüner Tee

Grüner Tee: das bekömmliche Multitalent

Grüner Tee wird aus getrockneten Teeblättern der Teepflanze Camellia Sinensis hergestellt. Er hat sowohl geschmacklich als auch im Geruch ein mildes Aroma und ist gut bekömmlich. Seit etwa 5.000 Jahren wird er vor allem in Asien als medizinisches Teegetränk zubereitet. Beim grünen Tee handelt es sich um eine Verarbeitungsart der Teepflanze. Die Teeblätter werden nicht oxidiert, wie etwa bei der Verarbeitung zu schwarzem Tee, sondern lediglich kurz erhitzt. Dies kann durch Dämpfen oder Rösten geschehen. Dadurch bleiben alle Wirkstoffe in den Blättern erhalten, was grünen Tee so wertvoll macht. Inzwischen werden die Wirkstoffe des grünen Tees überall auf der Welt hochgeschätzt und finden ebenso in anderen Produkten der Medizin oder Kosmetik Anwendung.

Vorkommen

Neben der Kultivierung dieser Cameliengattung in Japan, China, Indien und Sri Lanka kommt Camellia sinensis hauptsächlich in den südasiatischen Ländern natürlich vor. Sie wächst wild im Unterholz immergrüner Lorbeerwälder feuchtheißer Gebiete, aber auch in kühleren Gegenden. Hauptanbaugebiet ist heute, neben China, Indien und Sri Lanka in Asien, auch Kenia in Afrika. Große Grünteeplantagen gibt es mittlerweile aber ebenso in Amerika, Australien und auf den Azoren sowie der Türkei. Es gibt sie in vier Varietäten, die sich in Farbe und Aroma, von hell und mild, bis dunkel und kräftig, unterscheiden. Geerntet werden die hochwertigen Sorten stets von Hand. Bereits im 6. Jahrhundert wurde die Verarbeitung der Teepflanze zu grünem Tee entwickelt, die sich im asiatischen Raum rasch verbreitete und deren Zubereitung sich in der Kultur Asiens zu einer spirituellen Teezeremonie etablierte. Es wird geschätzt, dass sich die Verwendung des Grüntees etwa ab dem 16. Jahrhundert auch in Europa verbreitete.

Verwendung und Wirkung als Heilpflanze

Die gesundheitsfördernde Wirkung des grünen Tees konnte in vielen Studien nachgewiesen werden. Forscher sind fortgehend mit der Erkundung der Inhaltsstoffe beschäftigt, um seine heilenden Geheimnisse zu ergründen. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Koffein, verschiedene Catechine, Aminosäuren, Carotine, Fluorid, die Vitamine A, B1, B2 und die Mineralien Kalzium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink sowie Nickel. Der leicht bittere Geschmack und die gesundheitsfördernden Eigenschaften werden hauptsächlich den Catechinen zugeschrieben. Dass Polyphenol Epigallocatechingallat (EGCG) hat dabei die größten gesundheitsfördernden und präventiven Effekte. Nachgewiesen konnten diese bei Diabetes, Fettleibigkeit, Parkinson und Alzheimer sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weiterhin vermindert grüner Tee aufgrund seiner hohen antioxidativen Wirkung das Risiko, an Krebs zu erkranken und lindert die Symptome bei Multipler Sklerose. Außerdem können sich die enthaltenen Gerbstoffe auf einen nervösen Magen oder Darm positiv auswirken. Zudem unterstützt der Konsum von grünem Tee die Kariesprävention. Mit einer gleichzeitigen Aufnahme von Grüntee kann Vitamin C vom Körper optimal aufgenommen werden und darüber hinaus können Antibiotika besser wirken.

Hinweise zum Genuss von grünem Tee

Grüner Tee sollte vor der Zubereitung gewaschen werden. Die optimale Wassertemperatur liegt bei 70 Grad Celsius. Lassen Sie den Tee drei bis fünf Minuten ziehen. Er kann mehrmals aufgegossen werden. Ein Hinweis: Grüntee kann die Wirkung bestimmter Medikamente beeinträchtigen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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