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Gesundheitslexikon: Fußreflexzonenmassage

Fußreflexzonenmassage – über die Füße das Wohlbefinden steuern?

Eine Massage ist angenehm und wohltuend für den Körper und den Geist. Bei der Fußreflexzonenmassage sollen bestimmte Zonen und gar einzelne Organe des Körpers angesprochen werden. Doch funktioniert das?

Was ist eine Fußreflexzonenmassage?

Eine Massage soll Verspannungen lösen und von Verhärtungen befreien. Bei der Fußreflexzonenmassage werden die therapeutischen Handgriffe gezielt und ausgiebig jedoch nur an den Füßen eingesetzt. Dabei werden das Fußgelenk, die Fußsohle, die Ferse, der Fußaußenrand, der Bereich des Längsgewölbes, der Fußballen sowie alle zehn Zehen und auch der Fußrücken ausgiebig durchmassiert. Vorwiegend kommen dabei Druck- und Pressbewegungen zum Einsatz. Massiert werden die Haut und die darunter liegenden Muskeln, Sehnen und Gelenke. Dabei stehen vor allem die bestimmten Reflexzonen des Fußes im Fokus des Masseurs. Diese imaginären Punkte werden gezielt angesteuert und aktiviert. Die Reflexzonen überlagern sich mit den aus der Akupunktur und Akupressur bekannten Punkten entlang der Meridiane. Sie sind synchron den einzelnen Organen und Muskeln zugeordnet und sollen sich in diesen widerspiegeln. Über die Fußreflexzonenmassen sollen sich die angesteuerten Organe aktivieren lassen.

Die Fußreflexzonenmassage ist eine klassische Heilanwendung. Sie hat ihre Ursprünge in der traditionellen chinesischen Medizin und wird auch in der ayurvedischen Lehre weitergeben. Anleihen finden sich auch bei der Thai-Massage. Als alternativmedizinische Anwendung ist die Fußreflexzonenmassage bei leichten Erkrankungen auch unter Heilpraktikern beliebt.

Wie funktioniert eine Fußreflexzonenmassage?

Der Patient erhält zu Beginn meist ein wärmendes und reinigendes Fußbad. Im Anschluss lässt er sich auf einen bequemen Sessel nieder, der im Fußbereich genug Arbeitsraum für den Masseur bereithält. Teilweise gleichzeitig, zum Teil aber auch nacheinander, arbeitet der Masseur nun die verschiedenen Bereiche des Fußes durch. Eine Fußreflexzonenmassage kann 20 Minuten lang dauern, es gibt aber auch Anbieter, die bis zu 90 Minuten lang massieren. Viele Menschen schätzen die wohltuende und entspannende Massage der Füße, weil sie dabei ansonsten angekleidet bleiben können.

Welche verschiedenen Arten der Fußreflexzonenmassage gibt es?

Je nach Anbieter können die ausgeführten Fußreflexzonenmassagen sehr voneinander variieren. Manche Massagen sollen die Entschlackung der Leber anregen, andere auf die Augen oder die Wirbelsäule wirken. Allerdings liegen keine vereinheitlichten Beschreibungen der einzelnen Fußreflexzonen vor. So können bestimmte Punkte des Fußes je nach Anbieter ganz unterschiedlich definiert oder mit einem Organ gekoppelt sein. Insofern ist es schwierig zu beurteilen, inwiefern eine bestimmte Fußreflexzonenmassage nun wirklich auf dieses oder jenes Organ wirkt.

Welche Wirkung hat eine Fußreflexzonenmassage auf den Körper?

Gemeinhin wird die Fußreflexzonenmassage als sehr entspannend beschrieben. Wie bei jeder Massage wird über sie der Lymphfluss angeregt und der Patient kann durch die beruhigende Zuwendung eine Senkung der Herzfrequenz erfahren. Eine solche Massage steigert die Durchblutung der Füße. Ob und in wie weit sich über die Fußreflexzonenmassage tatsächlich einzelne Bereiche des Körpers ansprechen lassen, ist noch weitgehend ungeklärt.

Was sollte man beachten?

In Europa wird die Fußreflexzonenmassage überwiegend im Wellness-Bereich eingesetzt. Hier soll eher eine entspannende Wirkung vermittelt, als eine konkrete Genesung eingeleitet werden. Die Fußreflexzonenmassage wird daneben auch von Heilpraktikern, Physiotherapeuten und Masseuren praktiziert und kann dann therapiebegleitend zum Einsatz kommen.

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