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Gesundheitslexikon: Flöhe

Flöhe: unangenehme Parasiten für Mensch und Tier

Sie beißen, zwicken und hinterlassen unangenehme Wunden – die Flöhe. Die als lästig empfundenen Parasiten bilden eine eigene Ordnung in der Klasse der Insekten. Es gibt unterschiedliche Arten, die allesamt zu den Parasiten zählen und eine Körpergröße von wenigen Millimetern erreichen. Die Tiere ernähren sich vorzugsweise vom Blut warmblütiger Säugetiere, doch auch bei Vögeln sind sie anzutreffen. Der Mensch wird ebenfalls als Wirt besiedelt. Dieser wird zumeist vom Menschenfloh (Pulex irritans) heimgesucht, doch auch andere Arten können sich bei ihm ansiedeln. Im Volksmund sind Flöhe als Anzeichen für mangelnde Hygiene verschrien. Längst ist jedoch bekannt, dass auch hinreichende Sauberkeit keinen universellen Schutz vor den Insekten, die maximal anderthalb Jahre alt werden, bietet. 

Ursachen eines Flohbefalls

Wenn Menschen von Flöhen befallen werden, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Einen nicht unerheblichen Risikofaktor stellen Haustiere, vor allem Katzen und Hunde, dar. Diese dienen oftmals als Wirte für den Floh, der von einem Lebewesen zum anderen springen kann. Auch alte Kleidungsstücke oder Pflanzen können Flöhe beherbergen, die beim Kontakt auf den Menschen übersiedeln. 

Symptome

Die Begleiterscheinungen, durch die der Floh sich bemerkbar macht, können äußerst schmerzhaft und enervierend für die betroffenen Personen sein. Zu den charakteristischen Symptomen von Flohbissen zählen Juckreize, rote Punkte auf der Haut und Schwellungen, die mit Blutungen einhergehen können. Allergische Reaktionen äußern sich beispielsweise in Form von Pusteln. 

Diagnose

 

Falls ein Flohbefall vorliegt, kann der zuständige Hausarzt oder Dermatologe die Diagnose stellen. Zumeist genügt das geschulte Auge, um die Bisse der Flöhe zu identifizieren. Um absolute Gewissheit zu erlangen, können Abstriche, die im Labor untersucht werden, gemacht werden. 

Behandlung

 

Die Form der Therapie richtet sich nach dem individuellen Verlauf des Flohbefalls. Die Behandlung umfasst sowohl die Beseitigung der Symptome als auch der Ursache. Der Patient wird dazu angehalten, das Kratzen der juckenden Stellen zu unterlassen. Somit werden weitere Hautreizungen vermieden. Aufgekratzte Areale können mithilfe antibiotikahaltiger Salben behandelt werden. Auch kühlende Cremes versprechen Linderung. Des Weiteren müssen – falls vorhanden – alle Haustiere auf Flöhe überprüft werden und gegebenenfalls mit spezifischen Präparaten versorgt werden. 

Vorbeugung

Eine absolut sichere Vorbeugung gegen einen Flohbefall gibt es nicht. Eine Übertragung ist nahezu jederzeit und überall möglich. Haustierbesitzer sollten in regelmäßigen Abständen vom Tierarzt überprüfen lassen, ob der Vierbeiner unter Flohbefall leidet. Ein Flohkamm kann helfen, die Haustiere selbst regelmäßig zu inspizieren und von Flöhen zu befreien. Des Weiteren können chemische Präparate, die auch dem Schutz vor Zecken dienen, auf die Haut aufgetragen werden. Eine Garantie geben aber auch diese Mittel nicht.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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