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Gesundheitslexikon: Fieberthermometer

Das Fieberthermometer: ein wichtiges Hilfsmittel der Volksgesundheit

Viele Krankheiten kündigen sich mit erhöhter Temperatur an; Fieberschübe können eine Krankheit aber auch bestimmen und ausmachen. Daher ist es praktisch, dass sich heutzutage mit Hilfe des Fieberthermometers sicher die genaue Temperatur des Patienten nachvollziehen lässt.

Was ist ein Fieberthermometer?

Ein Fieberthermometer ist ein medizinisches Hilfsmittel, mit dem sich die Temperatur eines Körpers messen lässt. Es misst die Körpertemperatur innerhalb einer bestimmten Zeit und gibt diese wieder. Dabei muss der Messbereich zwischen mindestens 35 Grad Celsius und 42 Grad Celsius liegen. Die dezimale Einteilung muss in 0,1 Grad Celsius-Schritten wiedergegeben werden. Wichtig ist außerdem, dass das Fieberthermometer die erreichte Maximaltemperatur festhält, um diese auch nach dem Entfernen aus dem Körper noch ablesen zu können. Ein Fieberthermometer kann den Messbereich ‚Grad Celsius‘ oder ‚Grad Fahrenheit‘ wiedergeben oder beide.

Es kommt nicht nur bei Fieber zum Einsatz. Es kann auch ein Messinstrument zur Protokollierung der körperlichen Konstitution oder für bestimmte Körpervorgänge sein.

Welche verschiedenen Arten von Fieberthermometern gibt es?

Schon lange ist der Mensch daran interessiert, eine möglichst genaue Temperatur zu vermessen. Im späten Mittelalter war es zumindest möglich, die klimatische Umgebungstemperatur ungefähr zu bestimmen. Die sehr viel feinere Körpertemperatur allerdings konnte erst mit der Entwicklung eines Fieberthermometers aus Quecksilber gelingen.

Ein solches Quecksilber-Fieberthermometer aus Glas wurde im Jahre 1714 entwickelt. Es war in seiner Kalibrierung allerdings noch sehr ungenau. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Fieberthermometer immer weiter. Das filigrane Gerät in seiner heute bekannten Form funktioniert, in dem das eingefasste Quecksilber in einer sehr feinen Glassäule aufsteigt, um dort die maximale Messtemperatur aufzuzeigen. Zum Zurückstellen musste ein solches Fieberthermometer geschüttelt werden, um das Quecksilber wieder in den Vorratsbehälter zu führen. Da Quecksilber hochgradig giftig ist und es immer wieder Unfälle mit zerbrochenen Fieberthermometern gab, sind diese Produkte heute gänzlich vom Markt verschwunden. Gläserne Fieberthermometer werden heute mit der ungefährlichen Substanz ‚Galinstan‘ gefüllt, die ebenfalls exakte Messwerte erbringen. Solche Thermometer bieten sich auch an, um als Basalthermometer die Familienplanung zu überwachen.

Neben dem gläsernen Fieberthermometer hat sich mittlerweile auch das digitale Fieberthermometer durchgesetzt. Es verfügt über eine Schale aus Kunststoff und einen Sensor, der über die elektrische Widerstandsmessung die Körpertemperatur bestimmt. Diese Fieberthermometer sind nicht immer ganz genau, es kann zu technischen Abweichungen kommen. Auch sollte immer eine frische Batterie vorrätig sein.

In Krankenhäusern setzt sich zunehmend das Infrarot-Fieberthermometer durch. Es kann die Körpertemperatur im Ohr oder an der Stirn messen und gilt daher als besonders hygienisch, weil der Patientenkontakt vermieden werden kann. Auch lassen sich mit einem solchen Gerät schnelle Test durchführen, beispielsweise am Flughafen.

Welche verschiedenen Messarten kann ein Fieberthermometer ausführen?

Mit einem gläsernen wie mit einem digitalen Fieberthermometer kann die Körpertemperatur in der Achsel gemessen werden. Diese Messmethode gilt aber als sehr ungenau. Etwas genauer ist die Temperaturmessung in der Mundhöhle; vorzugsweise wird das Fieberthermometer dabei unter die Zunge geführt. Sehr exakte Messwerte erhält man hingegen bei der rektalen Messung im After. Diese Methode ist vielen Menschen jedoch unangenehm. Mit der Messung mittels Infrarot kann im Ohr oder an der Stirn die Temperatur erfasst werden.

Was muss man bei einem Fieberthermometer beachten?

Unbedingt sollte beachtet werden, dass das Fieberthermometer nach der Messung gründlich desinfiziert wird. Bei einem elektronischen Fieberthermometer sollte sicherheitshalber immer eine Ersatzbatterie vorrätig sein.

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