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Gesundheitslexikon: Fieber

Woher Fieber kommt und wie Sie es am besten behandeln

Als Fieber wird eine erhöhte Körpertemperatur bezeichnet, die infolge einer Reaktion des Körpers entsteht. Dafür kommen zahlreiche Ursachen infrage. Meist weist dies auf eine Infektion hin, doch oft sind die Ursachen auch unbekannt. Fieber äußert sich in Form von Schüttelfrost und Schweiß und lässt sich mit einem Thermometer messen. Die normale Körpertemperatur liegt bei etwa 37 Grad. Steigt die Temperatur auf über 38 Grad an und sinkt nicht innerhalb von 24 Stunden sollte der Arzt gerufen werden, um Temperatur senkende Maßnahmen einzuleiten.

Ursachen

Fieber äußert sich als Symptom von Infektionen und entsteht, wenn das Immunsystem des Körpers damit beschäftigt ist, die Krankheitserreger zu bekämpfen. Die Abwehrstoffe, die er dabei produziert, die sogenannten Pyrogene, sind für die Erhöhung der Körpertemperatur verantwortlich. Daher ist Fieber eigentlich etwas Nützliches. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die Ursache für erhöhte Temperatur zunächst völlig unklar ist und eine Krankheit erst später diagnostiziert wird. Fieber im Zusammenhang mit Gewichtsverlust, nächtlichem Schweiß, Gelbsucht, Gelenkschmerzen oder einer Anschwellung der Lymphknoten deutet auf ernsthafte Erkrankungen hin. In einigen Fällen handelt es sich um vererbte Fiebererkrankungen. Leichte Temperaturschwankungen von etwa 0,5 Grad sind nicht als Fieber zu werten. Körperliche Anstrengungen, Stress oder der monatliche Zyklus der Frau können dafür Auslöser sein. Kritisch und als Fieber anzuerkennen sind jedoch Körpertemperaturen ab 38 Grad Celsius.

Symptome

Um Fieber entstehen zu lassen, wird zunächst die Wärmeabgabe über die Haut eingeschränkt. Dies äußert sich beim Menschen in Form von Frieren und Schüttelfrost. Um die Temperatur wieder zu regulieren, wird der Körper zum Schwitzen gebracht. Weitere Symptome sind vermehrter Durst, Müdigkeit, Abgeschlagenheit sowie Appetitlosigkeit. Häufig kommen Schwindel und Herzklopfen hinzu. Erbricht ein Kind, hat Durchfall oder Bauch- bzw. Kopfschmerzen und leidet unter Atemnot, so handelt es sich um einen Fieberkrampf. Rufen Sie in diesem Fall den Notarzt.

Diagnose

Das Messen der Körpertemperatur ist eine zuverlässige Methode, um Fieber festzustellen. Ab 38 Grad Celsius kann ein Erwachsener davon ausgehen, dass er Fieber hat. Bei 39 bis 40 Grad wird es kritisch. Bei Babys und Kleinkindern gilt die Fiebergrenze bereits ab 37,5 Grad. Am besten messen Sie das Fieber im Ohr und im Po. Sollte das Fieber nicht innerhalb von 24 Stunden sinken, muss der Arzt gerufen werden, sonst droht eine Überhitzung des Körpers. Beobachten Sie den Fieberverlauf. Meist ist die Körpertemperatur morgens niedriger und abends höher. Der Arzt kann durch eine genaue Untersuchung der Organe des Blutbildes sowie des Nervensystems die Ursachen des Fiebers eingrenzen.

Behandlung

Fieber kann durch Medikamente gesenkt werden. Üblicherweise werden Ibuprofen, Paracetamol oder andere entzündungshemmende Pharmazeutika verschrieben. Eine Behandlung der Ursache ist nur möglich, wenn sie eindeutig diagnostiziert wurde. Bei Schüttelfrost hilft Wärme und der Körper sollte ruhen. Mit nicht zu kühlen Wadenwickeln kann dem Fieber ebenfalls entgegengewirkt werden. Bei Infektionskrankheiten kommen, je nach Erreger, Antibiotika oder Medikamente gegen die entsprechenden Viren zum Einsatz.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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