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Gesundheitslexikon: Fettleber

Fettleber - Erkrankung der Moderne

Bei einer Fettleber handelt es sich um eine häufig auftretende Erkrankung des inneren Organs. Die Leber zählt zu den wichtigsten Bestandteilen des menschlichen Organismus – bei einer gestörten Funktion kann es zu intensiven Beeinträchtigungen kommen. Die Fettleber stellt hierfür ein gewisses Risiko dar. Diese bildet sich durch die Einlagerung von Fetten. Neben einer genetischen Disposition kann das Entstehen der Fettleber auch durch externe Einflüsse – beispielsweise übermäßigen Alkoholkonsum – begünstigt werden. In den meisten Fällen gestaltet sich das Krankheitsbild aber reversibel. Allein in Deutschland sind über zehn Millionen Menschen betroffen.

Ursachen

Es gibt viele Gründe, die zu einer Verfettung der Leber führen können. Durch die (regelmäßige) Zufuhr von fetthaltigen Speisen, Medikamenten, Drogen und anderen Toxinen kann die Erkrankung gefördert werden. Des Weiteren können Schwangerschaften, Diabetes, Proteinmangel und Operationen, die den Fettstoffwechsel stören, mögliche Auslöser sein. Genauso, wie eine Überernährung eine Fettleber verursachen kann, verhält es sich auch bei einer langfristigen Unterernährung. So können Menschen, die unter Anorexie leiden, ebenfalls betroffen sein.

Symptome

Zumeist geht die Fettleber mit einem schleichenden Prozess einher. Die Betroffenen haben – in der Regel – keinerlei Beschwerden. Allerdings kann es zu unterschwelligen Druck- und Völlegefühlen im rechten Oberbauch kommen. Auch eine Leberentzündung (Hepatitis) kann symptomatisch für eine Fettleber stehen.

Diagnose

Ob eine Fettleber vorliegt, kann im Krankenhaus oder in der hausärztlichen Praxis mithilfe einer Sonografie festgestellt werden. Zumeist fällt die Verfettung durch die Vergrößerung des Organs auf. Auch Blutuntersuchungen können aufschlussreich für die Diagnostik sein. Laborchemisch lässt sich allerdings kein fundierter Nachweis ermitteln.

Behandlung

Die Therapie einer Fettleber hängt vom individuellen Fall ab. Da die Gründe für die Erkrankung unterschiedlicher Natur sein können, variieren auch die zielführenden Maßnahmen. Wenn die Krankheit durch einen ungesunden Speiseplan entstanden ist, werden ernährungstherapeutische Maßnahmen eingeleitet. Hierdurch können die eingelagerten Fette rückstandslos entfernt werden. Leberverfettungen, die auf toxischer Basis beruhen, können durch Kuren behoben werden. Hierzu zählt beispielsweise der Verzicht auf Alkohol, gewisse Medikamente und Drogen. Erblich bedingte Fettlebern können anhand einer medikamentösen Therapie reguliert werden. Dabei können Lipidsenker sowie Antioxidantien zum Einsatz kommen.

Vorbeugung

Sofern keine genetische Disposition vorliegt, lässt sich eine Fettleber verhältnismäßig leicht vorbeugen. Der Leitsatz lautet: Genuss in Maßen. Hierzu gehört, dass Alkohol und fetthaltige Speisen – beispielsweise Fast Food – nur gelegentlich konsumiert werden. Des Weiteren ist es sinnvoll, sportlichen Betätigungen nachzugehen. Auch sollte – nicht nur in Bezug auf eine mögliche Fettleber – von Drogen- und Medikamentenmissbrauch abgesehen werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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