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Gesundheitslexikon: Feigwarzen

Feigwarzen sind eine Geschlechtskrankheit
Feigwarzen sind sexuell übertragbar. Daher beim Sex immer gut aufpassen.

Feigwarzen: Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei Feigwarzen handelt es sich um gutartige Hautwucherungen. Die stecknadelkopfgroßen Warzen sind bräunlich, rötlich oder grau-weiß gefärbt und im Genital- oder Afterbereich zu finden. Die Auslöser für Feigwarzen gelangen bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr in den Körper. Zur Warzenbildung muss es aber nicht zwangsläufig kommen, meist entstehen die Wucherungen nur bei einer Schwäche des Immunsystems. Viele Infizierte klagen über keinerlei Symptome, sie können die Viren aber dennoch auf andere übertragen. Betroffen von Feigwarzen sind meist junge Menschen zwischen 20 und 24 Jahren. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten.

Ursachen

Ausgelöst werden Feigwarzen durch humane Papillomaviren (HPV). Meistens führen die Typen 6 und 11 zu Feigwarzen, selten die Typen 16 und 18. Letztere sind häufig für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich, eine Tumorentwicklung aufgrund von Feigwarzen ist aber unwahrscheinlich. Übertragen wird die Erkrankung beim ungeschützten Geschlechtsverkehr. Dabei gelangen die Viren durch kleinste Verletzungen an den Genitalien oder am After in die oberen Haut- und Schleimhautschichten.

Zu einer Übertragung von HPV kann es in seltenen Fällen auch beim Baden oder bei gemeinsam genutzten Badetüchern kommen. Neugeborene sind ebenfalls gefährdet, wenn die Mutter mit dem Virus infiziert ist. Sind Kinder von Feigwarzen betroffen, darf ein sexueller Missbrauch nicht ausgeschlossen werden.

Symptome

Feigwarzen bilden sich bei Frauen meist am Scheideneingang, an den Schamlippen, im Gebärmutterhals oder an der Harnröhrenmündung. Männer klagen häufig über Warzenbildung an der Vorhaut, der Eichel, am After, im Enddarm oder am Harnröhreneingang. Schmerzen oder Beschwerden werden selten registriert. Eventuell können Juckreiz, Brennen oder ein vermehrter Ausfluss die Bildung von Feigwarzen begleiten.

Diagnose

Bei Verdacht auf Feigwarzen untersucht der Arzt den Genital- und den Afterbereich auf charakteristische Hautstellen. Unter Umständen entnimmt er eine Gewebeprobe und lässt diese untersuchen. Haben sich die Feigwarzen auf der Schleimhaut gebildet, fällt die Diagnose schwerer. Bei einer möglichen Erkrankung im Enddarm kann eine Darmspiegelung Gewissheit bringen, in der Harnröhre eine Harnröhrenspiegelung.

Behandlung

Äußerliche Feigwarzen sind gut behandelbar. Cremes oder Lösungen sorgen dafür, dass die infizierten Zellen in den Warzen absterben. Die Anwendung erfolgt über mehrere Wochen.

Bei innerlichen Feigwarzen gestaltet sich die Therapie schwieriger. Der Arzt muss die Wucherungen entfernen, entweder mittels andauernder Behandlung mit Trichloressigsäure oder mittels Vereisung. Bei einer beetartigen Ausbreitung der Warzen oder bei Wiederauftreten nach einer erfolgreichen Behandlung werden die Feigwarzen häufig operativ entfernt.

Vorbeugung

Kondome können die Gefahr, an Feigwarzen zu erkranken, mindern. Allerdings nur dann, wenn sich diese am Penis oder an der Vagina befinden. Für andere Stellen im Intimbereich besteht kein Schutz.

Es gibt zudem die Möglichkeit der HPV-Impfung gegen die Typen 6, 11, 16 und 18. Diese wird für Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren empfohlen und dient in erster Linie der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs, kann aber auch Feigwarzen verhindern. Ein absoluter Schutz ist aber auch mit einer Impfung nicht gegeben, da es noch weitere humane Papillomaviren-Typen gibt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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