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Gesundheitslexikon: Erektion

Versteifung des Gliedes – Erektion

Die Erektion bezeichnet die temporäre Versteifung des männlichen Gliedes (Penis). Diese kann infolge von verschiedenen Reizen erfolgen, die mechanischer, psychischer oder physischer Natur sind. Insbesondere bei sexueller Erregung kommt es zur Verhärtung der Schwellkörper, die sich im Inneren des äußeren Geschlechtsorgans befinden. Durch eine erhöhte Blutzufuhr wird die Erektion ausgelöst, die für den natürlichen Geschlechtsverkehr vonnöten ist. Sie ermöglicht das Eindringen in die Vagina. Der Penis wächst hierbei über seine eigentliche Größe im schlaffen Zustand hinaus. Der dabei entstehende Größenunterschied variiert von Mensch zu Mensch. Doch nicht nur der Penis, auch die weibliche Klitoris kann erigiert werden.

So entsteht die Erektion

Sobald ein (sexueller) Reiz das Gehirn des Erwachsenen oder Heranwachsenden erreicht, wird dieser zum Rückenmark weitergeleitet. Hier befindet sich, im unteren Segment, das Erektionszentrum. Doch auch durch mechanische Einflüsse, beispielsweise das Anfassen des Gliedes, kann es zur Versteifung kommen. Erotische Fantasien zählen ebenfalls zu den Auslösern. Sobald der Reiz vom Nervensystem verarbeitet wurde, findet eine erhöhte Blutzufuhr in den Geschlechtsorganen statt. Dabei füllen sich die Schwellkörper, es kommt zur Verhärtung. Nach einem Samenerguss (Ejakulation) oder dem Nachlassen des Reizes erschlafft der Penis wieder. Die Phase, die bis zur nächsten Verhärtung andauert, wird als Refraktärzeit bezeichnet. Obgleich die Erektion meist mit geschlechtsreifen Personen assoziiert wird, kann es auch bei Ungeborenen und Kleinkindern zu einer Erektion kommen.

Mögliche Erektionsprobleme und ihre Folgen

Es gilt als globales Leiden, das viele Männer teilen: Erektionsbeschwerden. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Neben körperlichen Fehlstellungen können auch geistige Blockaden zu Potenzproblemen führen. Medikamente, vor allem Psychopharmaka, können diese ebenfalls begünstigen. Ob Jung oder Alt – Männer jeden Alters sind von den unerwünschten Symptomen betroffen. Generell ist aber zu verzeichnen, dass insbesondere ältere Menschen unter erektilen Dysfunktionen leiden. Doch nicht nur die Nichtverhärtung des Gliedes kann eine unangenehme Angelegenheit für die Betroffenen sein, sondern auch eine schmerzvolle Dauererektion – der sogenannte Priapismus. Dieser liegt vor, wenn die Versteifung des Gliedes länger als zwei Stunden andauert. Da es sich um einen Notfall handelt, bedarf der Priapismus einer direkten ärztlichen Behandlung. Andernfalls kann es zu langfristigen Beeinträchtigungen der Schwellkörper kommen.

Tipps zur Erhaltung und Stärkung der Erektion

Es gibt diverse Möglichkeiten, die Erhaltung der erektilen Funktionen zu begünstigen. Wichtig ist vor allem eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Des Weiteren können durchblutungsfördernde Maßnahmen dazu beitragen, die Erektion intakt zu halten. Hierfür eignen sich sportliche Betätigungen und andere kreislaufanregende Beschäftigungen. Rauchen sollte unbedingt vermieden werden. Auch spezifische Medikamente können dabei helfen, eine Erektion zu bekommen. Daneben spielt die Psyche eine wichtige Rolle. Stress, Ängste und Belastungen können zu Erektionsproblemen führen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig für genügend Entspannung zu sorgen und Ängste beispielsweise durch Gespräche abzubauen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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