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Gesundheitslexikon: Entzündung

Entzündung – eine Abwehrreaktion des Körpers

Von einer Entzündung spricht man, wenn das menschliche Immunsystem auf einen Fremdstoff, einen Gewebeschaden oder ein Antigen reagiert. Anzeichen einer Entzündung sind Rötungen, Schwellungen, Schmerz an der betreffenden Stelle sowie eine Erwärmung. Der entzündete Bereich ist dazu meist in seiner Funktionsweise eingeschränkt. Die Auslöser einer Entzündung können äußerst vielfältig sein: Mechanische Reize wie Druck oder Reibung, Verbrennungen und Erfrierungen, Strahlung, chemische Reize, sowie Allergene und Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien, zählen alle zu Verursachern von Entzündungen. Je nach Auslöser unterscheiden sich die Behandlungsmethoden erheblich voneinander.

Was bei einer Entzündung geschieht

Je nach Auslöser geht der Körper bei Entzündungen unterschiedlich vor. Ist beispielsweise eine Blutbahn geschädigt, wie dies bei jeder inneren und äußeren Verletzung der Fall ist, wird diese undichte Stelle mithilfe des Blutklebstoffes Fibrin gekittet. Dieses bewirkt, dass die Blutkörperchen hängen bleiben, sodass es zur Gerinnung kommt. Nun kann der eigentliche Heilprozess einsetzen: Eine erhöhte Durchblutung bewirkt, dass Immunzellen an die verwundete Stelle transportiert werden. Diese sorgen dafür, dass Beschädigungen repariert werden, indem sich neue Zellen bilden, welche die Zerstörten ersetzen.

Dazu setzt meist Schmerz ein. Dieser rührt daher, dass entweder Nervenzellen selbst beschädigt oder durch die Wunde stimuliert werden. Dazu kommt noch, dass die Immunzellen Schmerz-Botenstoffe aussenden. Auch dieser Schmerz erfüllt eine wichtige Funktion: Durch ihn wird der Verletzte zur Ruhe und Schonung bewogen, was für den Heilungsprozess sehr wichtig sein kann und dafür sorgt, dass die Verletzungen nicht noch größer werden. Mit dem Heilungsprozess geht schließlich die Rückbildung von Immunzellen und Schmerz einher.

Arten der Entzündung

Viele Entzündungen verlaufen harmlos. Die Selbstheilungsmechanismen unseres Körpers können vieles ganz von selbst lösen. Schwerwiegenden Fälle müssen jedoch unbedingt professionell behandelt werden: Lungenentzündungen, akute Blinddarmentzündung oder ähnliche Krankheiten, können sonst rasch zur lebensgefährlichen Bedrohung werden.

Heilt eine Entzündung nicht richtig aus, kann sie sich zu einer chronischen Entzündung entwickeln. Die Ursachen hierfür können ein schwaches Immunsystem sein sowie Stress und ungesunde Ernährung. Die chronische Form kann sich dann beispielsweise bei einer Zahnfleischentzündung, Mandelentzündung, oder Entzündung der Haut entwickeln. Solche chronischen Entzündungen schwelen oftmals unbemerkt vor sich hin und können das Immunsystem nachhaltig schwächen. Dies bedeutet eine nicht zu unterschätzende Gefahr, denn chronische Entzündungen erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken.

Behandlung einer Entzündung

Eine einfache akute Entzündung unterstützen Sie bei der Heilung durch Schonung, Kühlung und eine Entlastung des Verdauungssystems. Außerdem hilft eine gesunde Ernährung. Auch sollten Sie viel trinken, vor allem basische Tees, um Schadstoffe rasch auszuscheiden.

Bei chronischer Entzündung sollten Sie auf folgende Maßnahmen setzen: Stellen Sie Ihre Ernährung um, um Ihr Immunsystem zu stärken. Vitalstoffe, Vitamine und Antioxidantien sind das, was Ihr Körper jetzt dringend braucht. Eine Darmreinigung kann Ihnen dabei helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Mit einer Entzündung geht meist eine allgemeine Übersäuerung einher. Daher nehmen Sie vermehrt basische Minerale zu sich. All das kräftigt Ihr Immunsystem, um gegen chronische Entzündungen vorgehen zu können.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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