Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Eisenmangelanämie

Eisenmangel: Diese Lebensmittel helfen!
Eisenmangel: Diese Lebensmittel helfen! Symptome und Soforthilfen auf einen Blick 00:01:28
00:00 | 00:01:28

Eisenmangelanämie: Blutarmut durch Eisenmangel

Eine Eisenmangelanämie ist eine Blutarmut (Anämie), die durch Eisenmangel verursacht wird. Weltweit ist sie die häufigste Form der Anämie und eine der häufigsten Mangelerkrankungen überhaupt. Schätzungsweise leiden weltweit rund 600 Millionen Menschen an der Mangelanämie.

Ursachen einer Eisenmangelanämie

Die häufigste Ursache der Eisenmangelanämie ist eine Mangelernährung. Eisen ist zwar vor allem in Fleisch zu finden, doch entgegen der landläufigen Meinung erkranken Vegetarier nicht häufiger an einer Eisenmangelanämie als Menschen, die Fleisch essen. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sowie während des Wachstums ist der Bedarf an Eisen erhöht. Schwangere, Stillende und jüngere Menschen sollten dementsprechend mehr Eisen verzehren.

Darmerkrankungen und ein Mangel an Vitamin C können jedoch dazu führen, dass der Körper das Eisen aus der Nahrung nicht richtig aufnehmen kann. Die zweithäufigste Ursache für eine Eisenmangelanämie ist ein erhöhter Eisenverlust durch Blutungen. Bei Frauen sorgt häufig eine übermäßig starke Menstruationsblutung für den Eisenverlust. Bei älteren Menschen verstecken sich die Blutungen oft im Magen-Darm-Trakt.

Symptome

Durch den Eisenmangel ist die Produktion des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) gestört. Da das Hämoglobin vor allem für den Transport von Sauerstoff zuständig ist, fühlen sich Patienten mit einer Eisenmangelanämie müde und schlapp. Sie sind nicht mehr so leistungsfähig und können sich schlecht konzentrieren. Haut und Schleimhäute sind auffallend blass. Weitere typische Symptome einer Eisenmangelanämie sind Haarausfall, brüchige Fingernägel, Ohrensausen, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit. Neben einem Kältegefühl können auch eingerissene Mundwinkel und eine brennende Zunge auftreten.

Diagnose einer Eisenmangelanämie

Erste Hinweise auf eine Eisenmangelanämie liefern die charakteristischen Symptome. Bei Verdacht auf die Anämie erfolgt eine Blutuntersuchung im Labor. Dabei wird die Menge der roten Blutkörperchen bestimmt. Auch die Menge des Hämoglobins spielt eine Rolle. Bei einer Eisenmangelanämie ist der Hämoglobinwert im Blut niedriger. Die Anzahl der roten Blutkörperchen ist ebenfalls vermindert. Zudem sind die roten Blutkörperchen meist kleiner als gewöhnlich. Der Arzt spricht hier von einer hypochromen und mikrozytären Anämie. Die einzelnen roten Blutkörperchen sind also zu klein (mikrozytär) und haben zu wenig Eisen an Bord (hypochrom). Charakteristisch für die Anämie sind zudem weitere veränderte Werte: Das freie Eisen im Blut und das Speichereisen Ferritin sind vermindert, hingegen ist der Transportstoff Transferrin erhöht.

Behandlung

Zur Behandlung der Eisenmangelanämie ist zunächst die Klärung der Ursache notwendig. Eine versteckte Blutung muss gestoppt werden. Bei einer zu starken Menstruationsblutung muss eine hormonelle Regulation stattfinden. Basiert die Anämie auf einer Mangelernährung, sollten die Patienten in Zukunft auf eine eisenreiche Kost achten. Eventuell verordnet der Arzt zudem ein Eisenpräparat, um die leeren Eisenspeicher wieder zu füllen.

Vorbeugung

Der Eisenmangelanämie lässt sich am besten durch eine eisenreiche Kost vorbeugen. Eisen ist zum Beispiel in Leber, Rindfleisch, Austern, Linsen, Pilzen und grünem Gemüse enthalten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Experten raten: Milch nie in der Kühlschranktür lagern
Experten raten: Milch nie in der Kühlschranktür lagern Sonst wird sie schnell sauer 00:00:27
00:00 | 00:00:27

In unserer Vieo-Playlist finden Sie weitere Beiträge rund um die Themen Gesundheit, Abnehmen, Ernährung, Wohlfühlen und Fitness. Viel Spaß beim Durchklicken!

Anzeige