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Gesundheitslexikon: Eisenmangel

Eisenmangel: Diese Lebensmittel helfen!
Eisenmangel: Diese Lebensmittel helfen! Symptome und Soforthilfen auf einen Blick 00:01:28
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Was Sie über Eisenmangel wissen sollten

Die Unterversorgung des menschlichen Organismus mit dem Spurenelement Eisen beeinträchtigt die kontinuierliche Bildung roter Blutkörperchen. Daraus kann eine Blutarmut entstehen, die von Beschwerden begleitet wird. Ein vor der massiven Eisenmangelanämie auftretender Mangelzustand wird fachsprachlich Sideropenie genannt. Etwa 700 Millionen Menschen leiden weltweit unter den Symptomen von Eisenmangel – in Deutschland sind es Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge zehn Prozent der Frauen und drei Prozent der Männer. Dabei resultiert ein Mangel an dem lebensnotwendigen Mineralstoff hauptsächlich aus einem unausgewogenen Ernährungsverhalten.

Ursachen von Eisenmangel

Meist wird über die Nahrung zu wenig Eisen aufgenommen. Prädestinierte Personengruppen sind Schwangere und stillende Frauen mit erhöhtem Eisenbedarf. Auch hohe Blutverluste können zu Eisenmangelerscheinungen führen. Betroffen sind oft Personen mit Magen-Darm-Blutungen, aber auch Frauen mit starken Regelblutungen.

Symptome eines Eisenmangels

Die Beschwerden reichen von Veränderungserscheinungen der Haut, der Haare und der Fingernägel über psychische Beeinträchtigungen bis zur Ausbildung einer massiven Blutarmut. Die Aufgaben des Mineralstoffs Eisen bei der Sauerstoffaufnahme, beim Sauerstofftransport im Blut und bei definierten Zellfunktionen sind der Grund für Krankheitserscheinungen infolge einer Unterversorgung. Auch der individuelle Energiestoffwechsel braucht eine ausreichende Eisenversorgung. Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge decken Jugendliche und Erwachsene ihren Tagesbedarf mit zehn bis 15 Milligramm. Kinder sollen acht bis zehn Milligramm täglich aufnehmen. Schwangere und stillende Mütter benötigen mit 20 bis 30 Milligramm mehr Eisen.

Gebunden ist der Mineralstoff zu annähernd zwei Dritteln an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen. Nennenswerte Anteile finden sich auch als Depot-Eisen in Form von Hämosiderin und Ferritin sowie in Myoglobin und in verschiedenen Enzymen.

Mangelzustände manifestieren sich zunächst diffus: Neben Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Schwindelgefühlen lässt die allgemeine Leistungsfähigkeit nach. Auffallend blasse Haut, brüchige Finger- und Fußnägel mit Rillen, Haarausfall, Spliss und eingerissene Mundwinkel können nachfolgen. Treten diese Beschwerden mit Schluckbeschwerden und Zungenbrennen auf, kann ein sogenanntes Plummer-Vinson-Syndrom entstehen, das Speisenröhrenkrebs auslösen kann.

Bei fortgesetztem Eisenmangel kann sich die genannte Anämie herausbilden, weil eine Sauerstoffunterversorgung eingetreten ist. Betroffene klagen über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, die bis zu kurzzeitigen Bewusstseinsstörungen führen können. Weil der Organismus die Sauerstoffversorgung des Blutes zu erhalten versucht, kann sich die Atem- und Herzfrequenz deutlich erhöhen. Auch ein Restless-Legs-Syndrom kann entstehen, das sich durch rastlose Beine und begleitende Gefühlsstörungen äußert.

Diagnose des Eisenmangels

Der Arzt analysiert das Blut, um die Beschwerdeursachen herauszufinden. Aussagekräftig sind die Konzentrationen von Ferritin und Hämoglobin, während der direkte Eisengehalt des Blutes nicht signifikant ist. Einerseits schwankt er kräftig, andererseits kann der erhöhte Eisengehalt Folge eines zu geringen individuellen Resorptionsvermögens sein. Danach leitet der Arzt die zielgerichtete Behandlung ein.

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Behandlung via Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzungsmitteln

Ziel der Therapie ist meist eine Ernährungsumstellung auf eisenhaltige Nahrungsmittel und resorptionsfördernde Inhaltsstoffe wie etwa Fruktose, Vitamin C und schwefelhaltige Aminosäuren. Lebensmittel, die die Eisenaufnahme einschränken, sind beispielsweise die Oxalate in Rote Bete, Rhabarber und Kakao, Kalziumsalze, schwarzer Tee und Kaffee. Lebensmittel mit hohen Eisenanteilen wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, rotes Fleisch, fetter Fisch und Geflügel sorgen dagegen für eine Normalisierung des Ferritinspiegels. Er gilt als langfristige Messgröße des individuellen Eisenhaushalts.

Naturheilkundlich wird die Nahrungsoptimierung ergänzt, indem wirksame Pflanzenzubereitungen und das Schüßler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum zu sich genommen werden. Massiven Eisenmangelzuständen begegnet die Medizin mit Eisenpräparaten, wenn ernährungsphysiologische Maßnahmen nicht ausreichend fruchten. In Extremfällen sind Infusionen möglich.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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