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Gesundheitslexikon: Ecstasy

Die Welt im Schein - Ecstasy

Ecstasy, auch bekannt als MDMA, gehört zu den weltweit verbreitetsten und populärsten Partydrogen. Das chemische Rauschmittel wird der strukturellen Gruppe der Amphetamine zugeordnet. Es verspricht eine euphorisierende Wirkungsweise und eine Hervorhebung der eigenen Wahrnehmung. In der Regel wird Ecstasy in Pillenform angeboten und konsumiert. Die pulverisierte Variante ist in der Szene auch unter dem Beinamen 'Molly' bekannt. Die Droge, die in den 1980er-Jahren den globalen Markt eroberte, kann auch in kristalliner Form eingenommen werden. Hiervon versprechen sich die Konsumenten einen besonders intensiven und langanhaltenden Rausch. Da die Pillen, die in diversen Farben illegal vertrieben werden, unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweisen, kann die Wirkungsweise variieren. Ein potentielles Risiko können die unterschiedlichen Streckstoffe darstellen. Diese werden, zumeist aus Profitgier, von den kriminellen Herstellern beigefügt.

Die psychische Wirkungsweise von Ecstasy

Der Effekt von MDMA setzt etwa 40 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein. Der Wirkstoff und die körperliche Verfassung entscheiden darüber, wie lange der Rausch besteht. Gewöhnlich hält der Trip für zwei bis fünf Stunden an. Die Konsumenten können währenddessen ausgiebige Glücksgefühle verspüren, die auf die Ausschüttung des körpereigenen Serotonins zurückzuführen sind. Des Weiteren kann es zu halluzinogenen Symptomen kommen. So wird Ecstasy nachgesagt, dass es die Wahrnehmung von Farben und Geräuschen intensiviert.

Die physische Wirkungsweise von Ecstasy

Der Einwurf der Partydroge kann mit diversen körperlichen Begleiterscheinungen einhergehen. Neben akuter Mundtrockenheit kann es zu Übelkeit oder Schwindel kommen. Auch unkontrollierte Muskelkrämpfe, die sich in typischen Zuckungen im Gesicht widerspiegeln, können ein mögliches Symptom darstellen. Weitaus unangenehmer für den Konsumenten sind mögliche Koordinationsstörungen, Schlafstörungen oder das Erleiden von Verfolgungswahn. Da die Konsumenten oft ein vermindertes Hunger- und Durstgefühl verspüren, kann es zu Dehydration kommen. Auch aus sexuellem Blickwinkel können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. So sind Orgasmus- und Erektionsstörungen keine Seltenheit.

Gefahren von Ecstasy

Was als vermeintlich harmloser Partygag beginnt, kann in tödlichem Ernst enden. Einige Studien weisen jedoch darauf hin, dass Ecstasy – bei gelegentlichem Konsum – weniger schädlich als Alkohol oder Cannabis sei. Allerdings kann die Droge bedenkliche Langzeitschäden mit sich bringen: Depressionen und Gedächtnisstörungen zählen zu den häufigsten Folgeschäden. Schädigungen der Organe, beispielsweise Herz-, Nieren- oder Leberversagen, sind nicht auszuschließen.

Ein weiteres Risiko stellen verunreinigte Pillen dar. Häufig gehen die Betroffenen bedenkenlos mit der Zufuhr von MDMA um, in der Annahme, dass sie reinen Stoff konsumieren. Dem ist zumeist nicht so. Die unterschiedlichen Streckmittel, die ständig gewechselt werden, können mögliche Gefahren bergen. In seltenen Fällen kann Ecstasy zu Herzversagen oder Krampfanfällen führen. Eine körperliche Abhängigkeit ist auszuschließen.

Wer mit mehr als einer geringen Menge zum Eigenverbrauch erwischt wird, riskiert eine Haftstrafe. Auch der Verkauf wird sehr streng geahndet. Gleiches gilt, wenn unter Ecstasy-Einfluss Auto gefahren wird.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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