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Gesundheitslexikon: Dopamin

Dopamin – der Schlüssel zur mentalen Gesundheit

Der Neurotransmitter Dopamin gilt gemeinsam mit Serotonin und Noradrenalin als Glückshormon. Ein gesunder Dopaminpegel im Gehirn ist entscheidend für die mentale Gesundheit des Menschen. Ist er zu hoch oder zu niedrig, können Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen oder Angststörungen auftreten. Grundsätzlich gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, den Pegel an Dopamin ausgewogen zu halten.

Körpereigenes Belohnungssystem

Es ist schon erstaunlich – dank Dopamin hat der Mensch eine Art körpereigenes Belohnungssystem. Der Neurotransmitter dient dazu körperliche Bewegungen zu steuern und sorgt für psychischen Antrieb. Wenn wir eine Handlung gerne tun und sie daher wiederholen möchten, dann ist die Ursache Dopamin – es belohnt unsere Handlungen durch ein Gefühl des Wohlbefindens. Diese Wirkung von Dopamin wurde erst recht spät nachgewiesen: Ursprünglich wurde sie für eine unbedeutende Vorstufe von Adrenalin gehalten, die bei dessen Synthese als Nebenprodukt entsteht. Erst in den 1950er-Jahren wurde entdeckt, dass Dopamin die höchste Konzentration im Gehirn hat und dort eine völlig andere Wirkung entfaltet als das verwandte Stresshormon.

Dopaminspiegel steigern

Das eigene Wohlbefinden zu erhöhen, bedeutet im Grunde nicht mehr, als die Dopaminbildung im Gehirn zu fördern. Dies lässt sich auf unterschiedlichste Art und Weise erreichen. Als sehr wirksam hat sich regelmäßiger Sport erwiesen. Dass jedoch aller Anfang schwer ist, ist bekannt. Das hat wiederum mit einem zu niedrigen Dopaminpegel zu tun. Wenn Sie ein Tief haben, müssen Sie also zunächst buchstäblich den inneren Schweinehund überwinden, bis Ihr natürliches Belohnungssystem wieder in Schwung kommt und Sie so rückwirkend wieder mehr motiviert – indem es Sie durch Dopamin-Ausschüttung belohnt. Den ersten Schritt kann Ihnen Dopamin also nicht abnehmen.

Zu viel oder zu wenig – beides ist nicht gut

Es kommt unter gewissen Umständen auch vor, dass das Gehirn zu viel Dopamin produziert. Dies hat vielerlei Auswirkungen, die auch davon abhängen, wo genau im Gehirn die Konzentration gerade hoch ist. Grundsätzlich ist die Aufnahmebereitschaft von Sinnesreizen umso höher, je höher der Dopaminpegel ist. Das kann einerseits zu extremen Hochgefühlen, aber in schweren Fällen zu Nervenzusammenbrüchen und Schizophrenie führen. Um den Dopaminspiegel in solchen Fällen zu reduzieren, werden meist Neuroleptika eingesetzt. Auch ADHS und ADS sind auf Störungen zurückzuführen, die mit Dopamin zusammenhängen. Betroffene sind nicht in der Lage, die wesentlichen Reize von den unwesentlichen zu unterscheiden. So kommt es in diesen Fällen zu Konzentrationsstörungen.

Liebes-Hoch dank Dopaminflutung

Dass die Liebe auch biochemische Entsprechungen hat, ist wohl auch hoffnungslosen RomantikerInnen längst klar geworden. Dopamin spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Der Botenstoff bewirkt eine höhere Bereitschaft, sich Anderen zu öffnen. Verliebte haben einen überdurchschnittlich hohen Dopaminanteil im Blut, wie aktuelle Untersuchungen ergeben haben.

Drogen als Dopamin-Stimulant

Viele illegale Drogen entfalten ihre Wirkung dadurch, dass sie unmittelbar die Ausschüttung von Dopamin anregen. Insbesondere auf Kokain, Ecstasy und Methamphetamine trifft dies zu. Hierin liegt auch deren großes Suchtpotential: Das Gehirn verlangt nach Nachschub, um erneute Dopaminausschüttung zu erzielen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Dopamin, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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