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Gesundheitslexikon: Diclofenac

Diclofenac – bewährtes Arzneimittel zur effektiven Behandlung von Schmerzen

Menschen, die unter leichten bis mittleren Schmerzen oder Entzündungen leiden, können mit Diclofenac behandelt werden. Das Arzneimittel kommt u. a. bei Zerrungen oder Prellungen sowie bei rheumatischen Erkrankungen wie Arthrose zum Einsatz. Das seit mehr als 40 Jahren auf dem Markt etablierte Schmerzmittel gilt im Allgemeinen als gut verträglich.

Was ist Diclofenac?

Diclofenac wird zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen unterschiedlichster Ursachen eingesetzt. Der aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer stammende Wirkstoff besitzt neben den schmerzlindernden und entzündungshemmenden zudem fiebersenkende Eigenschaften. Diclofenac kann sowohl in Tablettenform als auch in Form von Gel eingesetzt werden. Der Wirkstoff selbst reichert sich im Gewebe mit Entzündungsreaktionen an und sorgt bis zu sechs Stunden für positive Effekte an den betroffenen Körperstellen. Insbesondere werden Schmerzen und Entzündungen im Bewegungsapparat behandelt wie beispielsweise an den Muskeln, Sehnen und Gelenken.

Wirkung

Bei Diclofenac handelt es sich um ein nichtsteroidales Antirheumatikum, ein Schmerzmittel, welches als Cyclooxygenase-Hemmstoff fungiert. Weil es neben der Schmerzlinderung zudem eine sehr gute entzündungshemmende Potenz besitzt, zählt es weiterhin zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika. Dies sind Entzündungshemmer, die ohne Steroide wie beispielsweise Kortison wirken.

Diclofenac wirkt, indem es das körpereigene Enzym Cyclooxygenase hemmt, insbesondere den Typ 2 (COX-2). Dieses Enzym beteiligt sich an der Bildung von sogenannten Prostaglandinen, den Schmerzmediatoren. Diese haben die Aufgabe, sowohl Schmerzen als auch Entzündungsprozesse sowie Fieber zu regulieren. Auch beeinflussen sie die Blutgerinnungsfähigkeit, wobei diese Wirkung vergleichsweise gering ausfällt.

Anwendungsgebiete und Bezug

Der Wirkstoff Diclofenac wird, wie zu Beginn erwähnt, zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Schmerzen sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt. Die Therapie eignet sich nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Schmerzzuständen, insbesondere, wenn sie durch Entzündungen hervorgerufen oder von Fieber begleitet werden. Zu den Anwendungsgebieten zählen vor allem rheumatische Erkrankungen wie beispielsweise Arthrose oder chronische Polyarthritis sowie akute Gichtanfälle. Auch werden mit Diclofenac sportbedingte Gelenkverletzungen, postoperative Schmerzen und Schwellungen sowie Bandscheibenvorfälle behandelt. Diclofenac hilft zudem zur kurzfristigen Anwendung bei migränebedingten Kopfschmerzen sowie Menstruationsbeschwerden.

Tabletten, die bis zu 25 mg des Wirkstoffs enthalten, können Sie rezeptfrei in der Apotheke erwerben. Das Gleiche gilt für entsprechende Salben. Verschreibungspflichtig ist Diclofenac ab einer Dosis von 50 mg. Deshalb sind auch Diclofenac-Spritzen nur durch einen Arzt zu erhalten.

Wichtige Hinweise

Da Diclofenac Magen-Darm-Probleme wie Magenschmerzen, Durchfall und Übelkeit verursachen kann und zudem das Risiko für die Entstehung von Magengeschwüren oder -blutungen erhöht, sollten Personen mit diesbezüglicher Sensibilität das Mittel stets zusammen mit Magenschutzpräparaten einnehmen. Es ist zudem ratsam, immer die geringstmögliche Dosis einzusetzen und die empfohlene Höchstmenge nicht zu überschreiten. Diclofenac sollte generell nicht in Kombination mit anderen nichtsteroidalen Antirheumatika verwendet werden, weil die Gefahr besteht, dass sich die jeweiligen Nebenwirkungen verstärken könnten. Sollten diclofenachaltige Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, müssen regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Nieren- sowie Leberwerten erfolgen. Von einer Behandlung sollten Kinder und Jugendliche sowie Asthmatiker absehen. Während der Schwangerschaft sollte ebenfalls auf die Einnahme verzichtet werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Arzneimittel, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Da die Medizin sich ständig weiterentwickelt, sollten Sie immer die aktuelle Gebrauchsinformation zu Ihrem Arzneimittel sorgfältig durchlesen und Ihren Arzt oder Apotheker zurate ziehen.

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