Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Dermatologie

Dermatologie – wer schaut auf Ihre Haut?

Die Haut sowie deren Krankheiten – dies umfasst das Teilgebiet der Medizin, das man Dermatologie nennt. Es befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Betreuung von Hautkrankheiten infektiöser und nichtinfektiöser Art sowie gut- und bösartigen Hauttumoren. Spezielle Bereiche der Dermatologie sind darüber hinaus Erkrankungen der Schleimhäute und Übergangsschleimhäute, die Andrologie, die Lasertherapie und die UV-Bestrahlung. Darüber hinaus deckt die Dermatologie die Venerologie ab, welche sich mit der Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten befasst.

Melanome und Hautkrebs

Das Melanom oder malignes Melanom ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Es handelt sich dabei um die mit Abstand gefährlichste Hautkrankheit, da sie in vielen Fällen zum Tode führen kann. Weltweit steigt die Anzahl Erkrankter stark an. Die wichtigste umweltbedingte Ursache für Melanome ist UV-Strahlung. Die starke Zunahme an Erkrankungen ist auf den Wunsch vieler Menschen zurückzuführen, eine dunklere Hauttönung zu bekommen. Um dies zu erreichen, wird viel mehr Zeit in der Sonne verbracht, als für die Haut gesund ist. Dadurch ist die Haut meist viel zu viel UV-Strahlung ausgesetzt. Der Einsatz von Sonnencreme, um Melanomen vorzubeugen, ist umstritten.

Zu erkennen ist ein Melanom nur von einem Hautarzt. Wenn Sie aber feststellen, dass ein Leberfleck oder ein Muttermal juckt, sich vergrößert oder in seine Farbe ändert, sollten Sie unbedingt so schnell wie möglich einen Dermatologen aufsuchen, da es sich um ein Melanom handeln könnte. Melanome neigen bereits in sehr jungen Stadium dazu, Metastasen über Lymph- und Blutbahnen zu streuen, und sind daher eine überaus gefährliche und ernst zu nehmende Tumorart.

Sexuell übertragbare Krankheiten

Da sich die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten an und um die Haut bemerkbar machen, ist die Venerologie eine Domäne der Dermatologen. Hierzu zählt man die Behandlung klassischer Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe, Syphilis oder Ulcus Molle, aber auch Krankheiten der Neuzeit wie die HIV-Infektion und AIDS, Hepatitis B, Herpes Genitalis, Klamydien und Filzlausbefall. Diese Krankheiten treten heutzutage wesentlich häufiger auf.

Sollten Sie im Intimbereich Veränderungen bemerken, die auf eine Erkrankung schließen lassen, können Sie also Ihren Hautarzt konsultieren, jedoch selbstverständlich auch Ihren Urologen oder Gynäkologen.

Von sexuell übertragbaren Krankheiten sind besonders Menschen betroffen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln. Der einzige wirksame Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist die Verhütung in Form eines Kondoms. Wenn Sie ohne zu verhüten mit einem Partner Geschlechtsverkehr haben wollen, sollten Sie sich zuvor beide auf Geschlechtskrankheiten testen lassen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Weitere Schwerpunkte der Dermatologie

Dermatologen sind für die Behandlung vieler weiterer Krankheiten zuständig. So werden sie beispielsweise in vielen Fällen von allergischen Reaktionen der Haut und Schleimhäute konsultiert, aber auch bei Pilzinfektionen wie Fußpilz. Warzen können Sie ebenfalls von Dermatologen behandeln lassen. Auch für plastische Eingriffe kann man Dermatologen konsultieren, beispielsweise für Laserbehandlungen Ihres Körperhaars, für Axillenabsaugungen oder für die Abschleifung von überschüssiger Hornhaut.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Anzeige