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Gesundheitslexikon: Depression

Was ist eine Depression?

Hinter dem Begriff Depression steckt eine psychische Erkrankung, die das Leben vieler Menschen beeinträchtigt und sich auf viele Lebensbereiche auswirkt. Angefangen von den eigenen Gefühlen über den Körper bis hin zu den zwischenmenschlichen Beziehungen kommt es zu zahlreichen Beeinträchtigungen, mit denen die Betroffenen umgehen müssen.

Ursachen

Bei der Entstehung der Depression werden verschiedene Faktoren als mögliche Ursache angenommen, wie zum Beispiel die genetische Veranlagung der Betroffenen oder eine ausgeprägte seelische Verletzbarkeit. Auch eine fehlgeleitete Entwicklung in der Kindheit mit 'erlernter Hilflosigkeit' und mit geringen Fähigkeiten zur Stressbewältigung kann ein Faktor für die Entstehung einer Depression sein. Auch traumatische Erfahrungen, wie zum Beispiel ein schwerer Unfall oder der Verlust der Eltern, können Auslöser der seelischen Erkrankung sein.

Symptome

Die Krankheit der Depression wird nach der Anzahl der Symptome in verschiedene Schweregrade unterteilt. Die Krankheitssymptome sind oftmals Schwankungen unterworfen und können an manchen Tagen auch nahezu verschwinden. Zu den Symptomen der Depression zählen die pessimistische Denkweise der Betroffenen und eine negative Sicht in die Zukunft. Des Weiteren haben depressive Menschen meist ein negatives Selbstbild und sind immer wieder von Schuldgefühlen geplagt. Das Leben der von Depressionen betroffenen Menschen erscheint als sinnlos und ist voller tiefer Verzweiflung. Bei vielen Depressiven ist die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt und Entscheidungen können nur schwer getroffen werden. Die körperlichen Symptome der Depression reichen von Energielosigkeit und Erschöpftheit über Rastlosigkeit bis hin zu Schlafproblemen und psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen und Rückenschmerzen.

Diagnose

Haben Sie den Verdacht, dass Sie oder jemand aus Ihrer Umgebung an einer Depression erkrankt ist, sollten Sie nicht zögern und sich an einen Experten wenden. Die Diagnose wird durch ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt oder einem Psychologen gestellt, bei dem die Symptome und der derzeitige Zustand des Betroffenen ermittelt werden. Wurde eine Depression durch den Experten festgestellt, werden zusammen mit dem Arzt oder Psychologen die weiteren Schritte für eine erfolgreiche Behandlung besprochen.

Behandlung

Bei der Behandlung der Depression stehen dem Erkrankten mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Meist kommt eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie zum Einsatz. Die Medikamente zur Behandlung der Depression wirken sich auf den Stoffwechsel von Neurotransmittern aus, die bei depressiven Menschen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Neben den chemischen Medikamenten kommen bei leichteren Erkrankungen auch pflanzliche Medikamente, wie zum Beispiel Johanniskraut, zum Einsatz. Pflanzliche Mittel gelten als sanft und gut verträglich. Jedoch sollte die Einnahme von pflanzlichen Präparaten ebenso wie die Einnahme von chemischen Medikamenten stets mit dem Arzt abgestimmt werden. Die Psychotherapie hat das Ziel, das seelische Leid des Patienten zu lindern bzw. zu heilen und bei der Suche nach Problemlösungen zu helfen. Hierbei stehen Patient und Psychotherapeut in Beziehung zueinander und tauschen sich gegenseitig aus.

Vorbeugung

Eine Möglichkeit, einer Depression im gewissen Maße vorzubeugen, besteht darin, gut für sich selbst zu sorgen und auf seinen Körper und seine Seele zu hören. Nehmen Sie sich im Alltag Zeit für Aktivitäten, die Ihnen gut tun – ganz egal, ob es sich dabei um kreative Hobbys, um Sport oder um gesellige Runden mit Ihren Freunden handelt. Wenn Sie merken, dass Sie überfordert sind und sich nicht gut fühlen, sollten Sie nicht lange warten und sich an Experten wenden, die Ihnen hilfreich zur Seite stehen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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