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Gesundheitslexikon: Dehydration

Dehydration: Austrocknung kann gefährlich werden

Der Begriff Dehydration wurde aus dem Altgriechischen abgeleitet und bezeichnet die Abnahme der Körperflüssigkeit beziehungsweise einen Wassermangel unseres Körpers. Man spricht auch von Austrocknung.

Ursachen

Schon eine zu geringe Trinkmenge in Kombination mit hohen Temperaturen kann zu einer teilweisen Dehydration führen. Auch schwerwiegende Erkrankungen wie Erbrechen, hoher Blutverlust, Verbrennungen, akutes Nierenversagen oder eine Sepsis können mögliche Ursachen sein. Die Einnahme bestimmter Medikamente kann ebenfalls zu Flüssigkeitsverlust führen. Vor allem Medikamente gegen hohen Blutdruck, Herzschwäche und Wasseransammlungen können bei zu hoher Dosierung eine Dehydration begünstigen.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Formen der Dehydration:

Die isotone Dehydration liegt vor, wenn dem Körper Wasser und Natrium in gleichem Mengenverhältnis fehlen. In diesem Fall ist der Extrazellulärraum betroffen. Diese Form der Dehydration entsteht hauptsächlich durch einen enormen Blutverlust.

Bei der hypotonen Dehydratation ist der Natriummangel größer als der Wassermangel. Dies führt dazu, dass Wasser aus dem Extrazellulärraum in die Zellen strömt und diese überwässert werden. Ursache für eine hypotone Dehydration kann unter anderem der Verlust an Körperflüssigkeit durch starkes Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall sein. Wird dieser Flüssigkeitsverlust durch Wasser mit zu geringem Salzgehalt, beispielsweise mit Tee oder Leitungswasser ausgeglichen, kommt es zu einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt, da keine zusätzliche Salzzufuhr erfolgt.

Bei der hypertonen Dehydration schließlich ist der Verlust an Wasser deutlich höher als der Verlust an Natrium. Dadurch steigt die Natriumkonzentration extrem an. Die Folge ist, dass Wasser aus den Zellen ausströmt um wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es kommt sowohl innerhalb als auch außerhalb zu einem Flüssigkeitsmangel. Die hypertone Dehydration entsteht hauptsächlich durch starkes Schwitzen oder Durchfall.

Symptome

Eine leichte Dehydration äußert sich in Durst, leichter Trockenheit der Haut und der Schleimhäute, sowie einem deutlich gefärbten Urin. Je weiter die Dehydration fortgeschritten ist, treten schwerwiegendere Symptome auf, wie eingesunkene Augen oder eine stark verminderte Harnausscheidung und gegebenenfalls Herzrasen. Weitere Folgen sind ein starker Abfall des Blutdrucks. Wird der Flüssigkeitsverlust zu groß, kommt es zum Schock. Der Kreislauf bricht zusammen. Es folgen Bewusstseinsstörungen wie Lethargie, Verwirrtheit und Delirium bis hin zu Koma.

Diagnose

Eine ärztliche Diagnose kann in einigen Fällen hilfreich sein. Vor allem bei Säuglingen und älteren Menschen sollte schon beim kleinsten Verdacht auf eine Dehydration umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Behandlung

Auf der einen Seite sollte der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Dies kann durch Getränke oder, in schwereren Fällen, durch eine Infusion geschehen. Auf der anderen Seite sollten die auslösenden Faktoren (evtl. auch eine Grunderkrankung) behandelt beziehungsweise behoben werden.

Vorbeugung

Vor allem bei hohen Temperaturen oder großer Anstrengung, wodurch der Körper stark ins Schwitzen gerät, sollte stets darauf geachtet werden, den Flüssigkeitsverlust durch regelmäßiges Trinken wieder auszugleichen. Auch bei einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes helfen schon kleine Trinkmengen, eine Dehydration zu vermeiden. Zur Flüssigkeitszufuhr eignen sich Wasser oder Tee. Auch eine Gemüsebrühe kann durch den Salzgehalt einen positiven Effekt erzielen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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