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Gesundheitslexikon: Dampfbad

Das sanfte und aromatische Saunavergnügen – ab ins Dampfbad!

Wenn große Nebelschwaden im Saunaraum stehen und die Sicht kaum bis zu den Fingerspitzen reicht, dann ist man im Dampfbad angekommen. Die Sauna mit der gemäßigten Temperatur und hohen Luftfeuchtigkeit ist äußerst beliebt und bietet sich gerade für olfaktorische Genießer an.

Was ist das Dampfbad?

Das Dampfbad ist eine Schwitzstube, die bereits seit der der Antike bekannt ist. Es handelt sich um einen gekachelten Saunaraum, der mit abwaschbaren und teilweise auch beheizten Bänken ausgestattet ist. Die Temperatur beträgt meist zwischen 40 und 60 Grad Celsius und ist damit im Vergleich zu anderen Saunen als eher mild zu bezeichnen. Wem nicht sofort der Schweiß auf der Stirn steht, der ist dennoch nach kurzer Zeit im Dampfbad ganz nass. Denn hier herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit rund 80 bis 100 Prozent Luftfeuchte tropft das Niederschlagswasser von der Decke und die Umgebung ist in einen dicken Nebel gehüllt.

Wie läuft ein Dampfbad ab?

Das Dampfbad betritt man meistens ohne Sitzunterlage. Zur Reinigung der Sitz- und Liegeflächen befindet sich an den Seiten oder in der Mitte des Raumes eine Installation mit Schläuchen. Somit kann jeder Besucher seinen Platz vormals mit kaltem Wasser selbst reinigen. Dann beginnt das Schwitzritual. Regelmäßig sorgt ein Verdampfer oder ein spezieller Kessel für frischen Dampf. Dieser wabert durch die Sitzreihen. Der Nebel kann zudem mit speziellen Aromazusätzen bereichert werden. Dann sind die Duftmischungen zumeist an der Eingangstüre ausgewiesen. Wer genügend auf Temperatur gekommen ist, der spült beim Verlassen des Dampfbades seinen Platz nochmals mit Wasser ab. Danach tut eine erfrischende Dusche gut.

Wie wirkt ein Dampfbad auf den menschlichen Körper und die Gesundheit?

Auch wenn die Temperatur nicht bis ins Extreme steigt, so kann der Aufenthalt in der feuchten Wärme doch sehr kreislaufanregend sein. Die Gefäße weiten sich und werden stärker durchblutet. Somit lockern sich verspannte Muskeln besser auf. Zudem hat das Dampfbad eine insgesamt entspannende Wirkung auf das gesamte vegetative Nervensystem. Der Dampf dringt über die Atmung in die Schleimhäute ein, durchfeuchtet diese und kann eine beruhigende Wirkung auf die oberen Atemwege haben. Die Erhöhung der Körpertemperatur hat zudem den Vorteil, dass dem Immunsystem eine fiebriger Erkrankung ‚vorgegaukelt‘ wird. Es schüttet daraufhin vermehrt Abwehrzellen aus, welche zur Stärkung der Konstitution führen.

Bei welchen Problemen soll ein Dampfbad helfen?

Die wohltuende Wirkung des Dampfes war schon bei den Römern sehr beliebt. Auch heute noch nutzen Menschen, die unter einer verstopften Nase leiden oder eine abklingende Erkältung haben, die befreiende Wirkung des Dampfbades auf die Schleimhäute. Werden dem Nebel zudem noch ätherische Öle wie Eukalyptus, Tannennadelduft oder Rosmarin zugesetzt, so kann der Besuch im Dampfbad sogar entkrampfend auf die Bronchien wirken und schleimlösend sein.

Was sollte man bei einem Dampfbad beachten?

Besonders Brillenträger haben es schwer. Die Gläser müssen draußen bleiben, weil sie umgehend beschlagen würden. Auch Menschen mit harten Kontaktlinsen müssen aufpassen, um in der hohen Luftfeuchtigkeit nicht zufällig eine Sehhilfe zu verlieren. Auch wenn das Dampfbad eine heilende Wirkung verspricht, sollten Menschen mit Entzündungen oder Infektionskrankheiten der Sauna generell fern bleiben.

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