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Gesundheitslexikon: COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Was sind chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, kurz COPD?

COPD ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen der Lunge, vor allem der chronisch-obstruktiven Bronchitis und des Lungenemphysems. Charakteristisch für die dauerhafte und fortschreitende Erkrankung ist eine Verengung der Bronchien, die das Ausatmen behindert. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es in der Regel zu einem Lungenemphysem. Die Zerstörung des Lungengewebes hat zur Folge, dass der Gasaustausch weiter beeinträchtigt wird und der Organismus nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt.

Ursachen

der Bevölkerung erkranken im Laufe des Lebens an einer chronischen Bronchitis. Geht diese in eine obstruktive Form über, so wird dies als COPD (chronic obstructive pulmonary disease) bezeichnet. Besonders gefährdet sind Raucher, weshalb die Erkrankung umgangssprachlich auch als 'Raucherhusten' oder 'Raucherlunge' bezeichnet wird.

Ursachen

In den meisten Fällen ist die COPD auf das Zigarettenrauchen zurückzuführen. Ursachen wie Infektionen, Luftverschmutzung oder das Einatmen von übermäßigem Staub oder Chemikalien können die Krankheit zusätzlich begünstigen. Mitentscheidend für die Schwere und den Verlauf der COPD sind zudem genetische Faktoren.

Selten ist eine angeborene Krankheit, der AAT-Mangel, für eine COPD-Erkrankung verantwortlich. Das fehlende Alpha-1-Antitrypsin-Enzym kann die empfindlichen Lungenbläschen nicht vor schädlichen Substanzen schützen. Dadurch werden die Atemwege und die Lungenbläschen ständig angegriffen und in Folge zerstört. Anders als bei der 'Raucherlunge' tauchen Hinweise auf die Erkrankung meist aber bereits vor dem 30. Lebensjahr auf.

Symptome

Typische Merkmale der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung sind ein chronischer Husten mit Auswurf, der vor allem am Morgen auftritt, sowie Atemnot. Letztere steigert sich im Verlauf der Erkrankung zusehends. Anders als Asthma entwickelt sich COPD schleichend, weswegen oftmals erst sehr spät der Arzt aufgesucht wird. Häufig kann die Lunge bis zur Diagnose bereits geschädigt sein.

Diagnose

Die Information über Rauchergewohnheiten, die Krankengeschichte und geschilderte Symptome können dem Arzt erste Hinweise auf eine COPD-Erkrankung geben. Der Mediziner hört und klopft in Folge den Brustkorb ab. Ist beim Ausatmen ein pfeifendes oder brummendes Geräusch zu hören, so kann dies ein Anzeichen für die Krankheit sein. Sicherheit bringt ein Lungenfunktionstest. Dabei pustet der Patient in ein Messgerät, welches das Volumen der Lunge berechnet. So kann der Arzt feststellen, ob die Atemwege verengt sind und ob die Atmung beeinträchtigt ist. Weitere Diagnosemöglichkeiten sind eine Ganzkörperplethysmographie oder eine Blutgasanalyse.

Behandlung

Ursächlich kann die COPD nicht behandelt werden. Wer einmal an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leidet, kann nicht geheilt werden. Es ist allerdings möglich, den Verlauf zu verlangsamen. Der Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme, gefolgt von Bewegung und der Schulung von atemerleichternden Techniken. Zusätzlich können Bronchodilatatoren, welche die Atemwege erweitern, oder Kortisonpräparate zum Inhalieren verschrieben werden.

Dem COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium werden zudem Impfungen gegen Influenza oder Pneumokokken empfohlen. Infektionskrankheiten, die durch diese Erreger ausgelöst wurden, können beim Erkrankten nämlich akute Krankheitsschübe, Exazerbationen genannt, zur Folge haben.

Vorbeugung

COPD wird durch das Aktiv- wie auch durch das Passivrauchen verursacht. Zur Vorbeugung der Krankheit ist eine rauchfreie Umgebung angeraten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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