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Gesundheitslexikon: chronischer Husten

Die 4 besten Hausmittel gegen Husten
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Chronischer Husten: Ursachen, Symptome, Behandlung

Mediziner sprechen von einem chronischen Husten, wenn der Husten seit mehr als zwei Monaten besteht. Seine Ursachen sind vielfältig. Da eine solche Chronifizierung immer auch ein Hinweis auf bösartige Erkrankungen sein kann, muss der Husten mit einem Arzt abgeklärt werden.

Ursachen

Eine mögliche Ursache für chronischen Husten ist Asthma bronchiale. Insbesondere bei der Neuentwicklung der Erkrankung zeigt sich ein trockener und lang anhaltender Husten. Vor allem wenn zusätzliche Erkrankungen wie Allergien oder Neurodermitis bekannt sind, muss Asthma als Hustenursache in Betracht gezogen werden.

Besteht produktiver Husten – also Husten mit Auswurf – für mindestens drei Monate innerhalb von zwei Jahren, liegt nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine chronische Bronchitis vor. Die chronische Bronchitis tritt hauptsächlich bei Rauchern auf und wird deshalb auch Raucherhusten genannt.

Chronische Entzündungen in der Lunge können zu sogenannten Bronchiektasen führen. Dabei handelt es sich um sackförmig erweiterte Bronchien. Der Husten ist hier mit dem Abhusten großer Mengen Schleim kombiniert.

Eine weitere Ursache für chronischen Husten, die insbesondere bei Rauchern auftritt, ist die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Auch Infektionskrankheiten können mit schwerem und lang anhaltendem Husten einhergehen. Beispiele für solche Infektionskrankheiten sind der Keuchhusten und die Tuberkulose.

Symptome

Ein chronischer Husten liegt dann vor, wenn der Husten über mindestens zwei Monate besteht. Der Husten kann trocken oder mit Auswurf sein. Ein Husten ohne Auswurf wird in der medizinischen Fachsprache unproduktiver Husten genannt. Je nach Zähigkeit des Sekrets kann das Abhusten beim produktiven Husten sehr schmerzhaft sein. Chronischer Husten kann den ganzen Tag über auftreten oder sich auf bestimmte Tageszeiten begrenzen. Raucherhusten zeigt sich oft am Morgen, während wiederholtes Husten in der Nacht oder bei körperlicher Aktivität als Hinweis auf Asthma bronchiale oder auf ein Herzproblem gewertet werden kann.

Diagnose

In der Anamnese klärt der Arzt die wichtigsten Fragen zum Thema Husten ab. Er erfragt unter anderem, ob der Patient Raucher ist, ob der Husten von Auswurf begleitet ist und ob es weitere Symptome gibt. Anschließend sollte die Lunge perkutiert und auskultiert werden. Für eine weitere Diagnose können Laborwerte erforderlich sein. Ebenso können bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie weitere Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung liefern. Bei Bedarf kann eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie) durchgeführt werden. Dabei werden eventuell Gewebeproben entnommen, die der Arzt dann im Labor unter dem Mikroskop untersucht.

Behandlung

Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Zur Linderung der Symptome kommen hustenhemmende Arzneimittel (Antitussiva) zum Einsatz. Insbesondere in der Nacht können die hustenstillenden Arzneimittel den Betroffenen die benötigte Ruhe verschaffen. Je nach Erkrankung sind Antibiotika sinnvoll, um eine chronische Keimbesiedlung und Infekte der Atemwege zu bekämpfen.

Vorbeugung

Eine Prävention ist nicht bei allen Erkrankungen, die mit einem chronischen Husten einhergehen, möglich. Da Rauchen allerdings einen großen Risikofaktor für sämtliche Erkrankungen der Atemwege darstellt, sollten Sie zur Vorbeugung darauf verzichten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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