Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Chakra

Chakra – unsichtbare Energiepunkte im Körper

Viele Menschen stehen der Theorie der Chakren generell aufgeschlossen gegenüber. Mittlerweile bieten auch in Deutschland viele Yogaschulen spezielle Übungsgruppen an, in denen das Chakra durch besondere Übungen gereinigt oder geöffnet werden soll. Doch was sind diese Chakren eigentlich und wie funktionieren sie?

Was ist das Chakra?

Der Begriff Chakra wird im Westen eher im spirituellen Bereich oder in Verbindung mit esoterischen Lehren verwendet. Er beschreibt die angenommenen feinstofflichen Energieströmungen innerhalb des Körpers. Bei dieser Theorie geht man davon aus, dass entlang der zentralen Energiebahnen, auch Meridiane genannt, weitere Energiekanäle strömen. Das sind die Energiezentren oder Chakren. Diese sollen eine sogenannte feinstoffliche Verbindung zwischen Physis und Psyche darstellen. Chakra nimmt demnach Einfluss auf den Charakter, das Befinden und die Emotion des Körpers.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Chakren, welche miteinander kommunizieren und aufeinander einwirken. Ziel der Chakren ist es, möglichst frei zu fließen und ohne Blockaden den Menschen innerlich zu nähren. Unterstützend kann der Mensch verschiedenen Möglichkeiten der Harmonisierung einsetzen, wie beispielsweise Yoga, Ayurveda-Anwendungen oder Reiki. Dadurch soll der Geist spirituell gereinigt werden und mit dem Körper zu einem Ganzen zusammenfinden. Wenn alle Hauptchakren miteinander ausgeglichen sind und die Lebensenergien frei fließen können, so soll der Mensch nach der buddhistischen und hinduistischen Lehre zur Erleuchtung gelangen können.

Wie funktioniert das Chakra?

Man geht davon aus, dass die Energiezentren miteinander im Kontakt stehen und sich untereinander beeinflussen. Zwischen den Chakren soll die Lebensenergie frei fließen können. Dabei ist diese feinstoffliche Energie mit Messmethoden nicht nachweisbar. Kommt es zu einer Störung der Energiezentren, so werden ein oder mehrere der Chakren blockiert. Aus umfangreichen Blockierungen sollen Krankheiten und Unglück entstehen können.

Welche verschiedenen Arten von Chakren gibt es?

Es gibt mehrere miteinander verwobene Deutungsweisen. Man geht dabei von sieben Hauptchakren, also Energiezentren, aus. Diese befinden sich entlang der senkrechten Mittelachse des Menschen übereinander angesiedelt. Durch sie steigt, von unten nach oben, die Kraft, auch Kundalini genannt, auf.

Das unterste Chakra ist das Muladhara (Wurzelchakra). Es wird im Bereich des unteren Steißbeines angesiedelt. Darüber liegt das Svadhisthana (Sakral- oder Sexualchakra). Dem folgt das Manipura (Nabel- oder Solarplexuschakra). Darüber kommt Anahata, was dem Herzen zugeordnet wird. Das Vishuddha (Halschakra) sitzt auf dem Kehlkopf. Das Ajnya wird der Stirn zugeordnet. Abgeschlossen werden die Chakren von Sahasrara, dem Scheitel- oder auch Kronenchakra.

Daneben gibt es unterstützende Elemente, welche wiederum auf die Chakren wirken sollen. Diese sind Erde, Wasser, Feuer, Wind und Äther.

Bildlich dargestellt werden die Chakren in Form von Lotusblüten. Aber auch bestimmte Farben sind den Energiezentren oft zugeordnet.

Woher kommt der Glaube an ein Chakra?

Schon in alten vor-hinduistischen Aufzeichnungen aus dem indisch-asiatischen Raum lässt sich die Lehre der Chakren nachvollziehen. Im tibetanischen Raum ist der Glaube an Chakren in ursprünglichen Religionen verankert. Bei indigenen Völkern aus Afrika oder den heutigen USA konnten ebenfalls in alten Überlieferungen der Glaube an die Chakren nachgewiesen werden. Breiten Zugang zur Öffentlichkeit findet die Lehre der Chakren aber vor allem durch den Hinduismus und teilweise auch den Buddhismus.

Heute wird im Westen das Wissen um die Chakren vor allem im Rahmen einer Yogaausbildung weitergeben. Spezielle Übungen wirken demnach auf bestimmte Chakren und sollen diese fördern und öffnen.

Anzeige