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Gesundheitslexikon: Bronchoskopie (Lungenspiegelung)

Bronchoskopie – moderne Methode zur Untersuchung der Atemwege

Die Endoskopie ist eine medizinische Technik, mit deren Hilfe Hohlorgane und Körperhöhlen untersucht werden können. Diese Methode ist ein wichtiger Schritt in der Diagnostik unterschiedlicher Erkrankungen. Neben der Bronchoskopie gehören die Gastroskopie (Magenspiegelung) und die Koloskopie (Darmspiegelung) zu den bekanntesten Spiegelungen.

Wer benötigt eine Bronchoskopie?

Diese Untersuchungsmethode dient der Erkennung von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge. Eine Indikation für einen solchen Eingriff besteht beispielsweise bei langandauerndem Husten mit ungeklärter Ursache, Bluthusten, Verdacht auf Lungenentzündung oder dem Auftreten unklarer Lungenveränderungen, wie sie auch Tumore auslösen können. Der endoskopische Eingriff wird nur bei akutem Verdacht durchgeführt. Manchmal wird zusätzlich eine Bronchial-Lavage angewendet. Dabei werden die Bronchien mit einer Kochsalzlösung gespült. Die Lösung wird anschließend unter anderem auf Tumorzellen und Bakterien untersucht.

Wie funktioniert eine Bronchoskopie?

Ein Endoskop besteht aus einem starren oder biegsamen Schlauch mit Videofunktion. Dank der Aufnahmen können Ärzte das Geschehen im inneren am Monitor verfolgen. Heutzutage wird die Untersuchung der Atemwege in der Regel mit einem flexiblen Spezialendoskop durchgeführt. Somit ist keine Vollnarkose nötig, sondern nur eine leichte Sedierung. Um das Bildmaterial anzueignen, wird ein dünner Schlauch in die Luftröhre geführt. Als Zugang dienen Nase oder Mund. Das Bronchoskop ermöglicht dem Arzt verschiedene Arbeitswege. Der Arzt kann beispielsweise auch Gewebeproben entnehmen, um diese näher untersuchen zu lassen. Seine Arbeitsschritte behält er mit Hilfe des Monitors und der Kamerafunktion im Blick. Je nach Art und Umfang der Erkrankung, kann eine Bronchoskopie bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen. Können Probleme schnell ausgeschlossen werden, ist die Maßnahme meist schon nach fünf Minuten beendet.

Birgt die Bronchoskopie Risiken?

Die Untersuchung wird ausschließlich von erfahrenen Fachärzten vorgenommen und gilt als Routineeingriff. Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Prinzipielle Risiken sind Atemnot, Blutungen und Fieber. Halsschmerzen und mechanisch bedingte Verletzungen sind ebenfalls denkbar. Bei einer Biopsie an der Lunge besteht zudem das Risiko einer Verletzung der Alveolen, der kleinen Lungenbläschen. Eine Folge einer solchen Beschädigung kann ein Pneumothorax sein.

Im Normalfall kann man jedoch nach einer zweistündigen Beobachtungszeit wieder nach Hause. Allerdings sollten Patienten aufgrund der vorherigen Sedierung keine Kraftfahrzeuge führen. Endoskopien können dank moderner Medizintechnik schnell und sicher durchgeführt werden. Da die Atemwege nicht mit Schmerzfasern ausgestattet sind, ist diese Untersuchung normalerweise schmerzfrei. Die Notwendigkeit und der individuelle Ablauf legt der behandelnde Arzt fest.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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