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Gesundheitslexikon: Breuß-Massage

Breuß-Massage – mit sanftem Druck zu Wohlbefinden und Gesundheit

Die Massage erfreut sich großer Popularität. Das liegt vor allem daran, dass die Therapeuten mit sanften Bewegungen statt mit starkem Druck arbeiten. Die Massage soll der Gesundheit und dem Wohlbefinden förderlich sein. Angewendet wird die Behandlungsmethode deshalb nicht nur bei Rückenschmerzen, sondern ebenso bei Erschöpfungszuständen, Stress oder depressiven Verstimmungen. Die Breuß-Massage wird als alleinige Therapie oder in Kombination mit anderen Alternativmethoden durchgeführt. Besonders erfolgreich zeigt sich das Zusammenspiel zwischen der Dorn-Therapie und der Breuß-Massage.

Der österreichische Heilpraktiker Rudolf Breuß lebte von 1899 bis 1990 und war der Begründer der gleichnamigen Massage sowie der Breuß-Krebsdiät. In beiden Fällen sprechen Experten davon, dass die Methoden jeglichen wissenschaftlichen Grundlagen entbehren. Mangels positiver Ergebnisse genießt die Krebsdiät unter Medizinern deshalb auch einen höchst zweifelhaften Ruf. Die Breuß-Massage dagegen hat sich dank effektiver Behandlungserfolge einen fixen Platz in der Alternativmedizin gesichert.

Nach welchem Prinzip funktioniert die Breuß-Massage?

Während die klassische Massage vor allem auf die Lockerung der Muskeln abzielt, sieht sich die Breuß-Massage als energetische Behandlung. Leichte, feinfühlige Streichbewegungen und spezielle Griffe zur Streckung und Dehnung der Wirbelsäule sollen Beschwerden lindern und den Stoffwechsel der Bandscheiben anregen. So ist die Massage die ideale Vorbereitung für eine Weiterbehandlung, etwa für die Dorn-Therapie, eine tiefenwirksame und kräftigere Behandlung der Wirbel.

Wie läuft eine Breuß-Massage ab?

Eine Behandlung nach Breuß dauert in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten, wenn sie als Vorbereitung für die Dorn-Therapie gesehen wird. Als alleinige Behandlung werden durchaus längere Massagezeiten empfohlen.

Behandelt wird auf einer Massageliege oder auf dem Boden, wo der Therapeut mit streichenden Bewegungen im Bereich der Wirbelsäule arbeitet. Die Berührungen geschehen dabei intuitiv, der Breuß-Therapeut spürt die Schwachstellen auf und lässt empfindlichen Partien eine besonders intensive Behandlung zukommen. So werden nicht nur körperliche, sondern auch seelische Verspannungen gelockert. Unterstützt wird die Wirkung von einem speziellen Johanniskraut-Öl. Dieses soll zur Stärkung des Gewebes und der Gelenke beitragen, Entzündungen hemmen und sich positiv auf die Nerven auswirken. Am Ende der Behandlung folgen Minuten der Ruhe und Entspannung, in denen das Öl einzieht und die Massagegriffe nachwirken.

Welche Beschwerden können behandelt werden?

Die energetische Behandlung zeigte in der Vergangenheit bei verschiedenen Leiden Erfolge. So berichten etwa Patienten mit Bandscheibenleiden oder chronischen Rückenschmerzen von Linderung. Aber auch bei Burnout, Depressionen, Schlafstörungen oder Hyperaktivität bei Kindern wird von Besserung berichtet.

Was ist zu beachten?

Durch die Breuß-Massage werden Gifte aus dem Körper transportiert. Eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme von rund drei Litern Wasser, Mineralwasser oder Kräutertees in den Folgestunden ist deshalb besonders wichtig. Milch, Kaffee und Alkohol sollten ebenso gemieden werden wie Anstrengungen oder Leistungssport.

Johanniskraut erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Wird also im Anschluss an die Massage die Sonne aufgesucht, sollte zuvor unbedingt das Öl entfernt werden.

Von einer Breuß-Massage wird abgeraten, wenn akute Entzündungen, offene Hautstellen oder ernsthafte Erkrankungen der Wirbelsäule vorliegen.

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