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Gesundheitslexikon: Bockshornklee

Bockshornklee – eine vielversprechende Heilpflanze

'Griechisches Heu’ oder Ziegenhornklee sind Synonyme für Bockshornklee oder Trigonella foenum-graecum. Die frischen oder getrockneten Blätter des intensiv bitteren und fast schwarzen Krauts sowie seine getrockneten Samen, die auch Kuhhorn genannten Kuhbohnen, finden in der Küche aber auch als Heilpflanze Verwendung.

Herkunft und Vorkommen

Bockshornklee hat seine Ursprünge in Mesopotamien. Bereits im Verlauf der Antike wurde die Hülsenfrucht Trigonella im Mittelmeerraum kultiviert. Auch heute noch sind die Mittelmeerregion und Zentralasien die Hauptanbaugebiete.

Die Merkmale des Bockshornklees

Das Kraut erreicht bis zu 50 cm Höhe. Es ist mit ausgeprägtem, kräftigem Wurzelwerk im Boden verankert. Bockshornklee blüht in den Frühsommermonaten Juni und Juli mit gelblich-weißen Blüten. Das Kraut hat zartgrüne, ovale Blätter.

Die Fruchthülsen mit den Samen sind charakteristisch. Sie verhalfen dem Kraut zu seinem Namen, weil sie aussehen wie die Hörner eines Ziegenbocks. Der botanische Name Trigonella leitet sich vermutlich von der Triangel-Form der Blüten ab. Foenum-graecum entstammt dem Lateinischen und bedeutet ‚griechisches Heu’.

Der in der Alpenregion verbreitete Schabzigerklee (Trigonella caerulia) ist ein enger Verwandter des Bockshornklees. Dort setzt man seine Blätter dem Schabziger zu. Schabziger ist eine Schweizer Käsespezialität, die aus dem Kanton Glarus stammt.

Die Wirkung als Heilpflanze

Im Griechenland der Antike setzte man die Samen des Boxhornklees als Stimulanzien ein. In Gerstenöl angeröstet wurden sie in den Philosophenschulen als Denkhilfe geknabbert. Tatsächlich lassen sich die positiven Wirkungen von Bockshornklee auf das geistige Leistungsvermögen medizinwissenschaftlich belegen. Das Kraut ist besonders reich an Eisen und Kupfer. Damit kann es im menschlichen Organismus die Produktion roter Blutkörperchen fördern und somit die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff unterstützen. Es enthält außerdem Inhaltsstoffe, die die Venen nachhaltig stabilisieren sollen. Deshalb kann Bockshornklee ein unterstützendes Mittel gegen Krampfadern und Hämorrhoiden sein.

In der Naturmedizin wird Bockshornklee seiner entzündungshemmenden Wirkung wegen auch gegen Gelenkerkrankungen und Rheuma eingesetzt. Zudem stimuliert Bockshornklee den Gallenfluss. Damit wirkt er günstig auf das Niveau des Cholesterinspiegels.

Verwendung in der Küche

Als Samen oder gemahlen ist Bockshornklee in Gewürzhandlungen oder indischen Lebensmittelläden verfügbar. Das aromaempfindliche Produkt sollte in Kleinstmengen eingekauft und kühl, dunkel und luftdicht verschlossen gelagert werden.

Der Geschmack von Bockshornklee ist leicht bitter und mehlig. Sein Duft erinnert an gemähtes Heu.

Besonders geschätzt wird das Kraut in den Küchen Indiens und der arabischen Länder Afrikas. Geradezu unentbehrlich ist Bockshornklee beim Würzen indischer Chutneys und Currys. Darüber hinaus werden mit ihm Gemüsegerichte, Eintöpfe und Suppen sowie äthiopische und ägyptische Fisch- und Fleischspeisen verfeinert. Die appetitanregenden Samen finden sich zudem in Kleingebäck und Brot. Die Blätter und Samen des Bockshornklees werden gekocht. Durch Rösten werden die Samen von ihrem bitteren Geschmack befreit. In der Lebensmittelindustrie simulieren Extrakte des Bockshornklees in einigen Produkten das Aroma von Ahornsirup.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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