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Gesundheitslexikon: Blasenkrebs (Blasenkarzinom)

Blasenkrebs: Rauchen als Hauptrisikofaktor

Blasenkrebs, auch als Blasenkarzinom bekannt, zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen überhaupt. Insbesondere Männer erleiden die Krankheit, welche die Harnblase befällt. Sie tritt zumeist in fortgeschrittenem Alter auf. In der Regel sind Personen betroffen, die älter als 65 Jahre sind. Auffällig ist, dass Blasenkarzinome primär in Industriestaaten aufkommen. Hier sind sie etwa sechsmal häufiger vertreten als in Entwicklungsländern. Dies ist auf diverse äußere Einflüsse und den Lebenswandel zurückzuführen. In der Bundesrepublik kommt es – jährlich – zu circa 16.000 Neuerkrankungen. In den meisten Fällen kann die Krebsform erfolgreich therapiert werden. Allerdings kommt es oftmals, im weiteren Verlauf des Lebens, zu erneuten Tumorbildungen. Diese treten häufig an unterschiedlichen Stellen der Harnblase auf.

Ursachen

Obwohl auch eine genetische Komponente die Entstehung von Blasenkrebs fördern kann, sind zumeist umweltbedingte Faktoren hierfür verantwortlich. An vorderster Stelle: Tabakkonsum. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Rauchen den Auslöser für die Hälfte aller Blasenkarzinome darstellt. Auch Passivrauchen gilt als potentieller Risikofaktor. Des Weiteren zählt Blasenkrebs zu den Berufserkrankungen. Menschen, die in der Chemie-, Leder- oder Stahlindustrie arbeiten, sind häufiger betroffen. Auch Zahntechniker, Friseure und Mechaniker gelten – aufgrund berufsnotwendiger Substanzen – als anfällig. Zum weiteren Kreis der Ursachen gehören chronische Entzündungen der Blase, die eine Tumorbildung begünstigen können.

Symptome

Bis der Betroffene den Blasenkrebs bemerkt, kann viel Zeit vergangen sein. Oft werden die möglichen Symptome zufällig bemerkt. Ein ausschlaggebendes Signal kann die Beimengung von Blut im Urin sein. Zumeist verspürt der Erkrankte hierbei keine Schmerzen. Diese treten eher auf, wenn geronnenes Blut die Harnröhre verstopft. Wenn die Krankheit bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, kann es zu Nieren oder Harnstau kommen. In diesem Zusammenhang beklagen viele Patienten Schmerzen im Segment der Blase.

Diagnose

Die Diagnose kann im Krankenhaus oder in der hausärztlichen Praxis gestellt werden. Mithilfe einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) ermittelt der Facharzt, ob ein Karzinom vorliegt. Auch Laboruntersuchungen können Aufschluss geben. Je früher die Diagnose stattfindet, desto höher stehen die Chancen für einen erfolgreichen Heilungsverlauf.

Therapie

Es gibt diverse Möglichkeiten, die sich für die Behandlung von Blasenkrebs eignen. Anhand des individuellen Krankheitsverlaufes wird festgemacht, welche Therapieform infrage kommt. Frühzeitig erkannte Tumore, die oberflächlich auftreten, können zumeist operativ entfernt werden. In einigen Fällen wird hierbei die gesamte Blase entnommen. Fortgeschrittene Verläufe, die eventuell schon Metastasen gebildet haben, können mit Chemo- und Strahlentherapien behandelt werden. Des Weiteren unterstützen spezifische Medikationen den Heilungsprozess.

Vorbeugung

Der persönliche Lebenswandel entscheidet darüber, ob die Wahrscheinlichkeit eines Blasenkarzinoms groß ist. Prinzipiell gilt: Wer das Rauchen aufgibt – oder gar nicht erst damit anfängt – minimiert das Risiko um ein Vielfaches. Zudem sollten Menschen, die beruflich mit Toxinen hantieren, Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Eine ausgewogene Ernährung ist zu empfehlen. Insbesondere Obst dient der idealen Prävention von Blasenkrebs.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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