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Gesundheitslexikon: Bioresonanztherapie

Bioresonanztherapie – sanfte Unterstützung für die Selbstheilungskräfte

Unter Bioresonanztherapie versteht man eine Behandlungsmethode aus dem Bereich der Erfahrungs- oder Alternativmedizin, die davon ausgeht, dass jeder lebendige Organismus elektromagnetische Schwingungen ausstrahlt. Eine weitere Annahme ist, dass diese Schwingungen durch krankmachende Prozesse im Körper verändert werden können. Mithilfe von speziellen Bioresonanzgeräten sollen über eine Messung und den Ausgleich krankhaft veränderter Schwingungen die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt werden. Der Ursprung dieser Therapieform ist auf den Arzt Franz Morell und den Elektroingenieur Erich Rasche zurückzuführen. Bekannt ist sie auch unter der Bezeichnung ,Mora-Therapie' oder ,Multiresonanztherapie'. Sie gilt vor allem bei Allergien und anderen Störungen des Immunsystems als hilfreich. Einige private Krankenversicherungen übernehmen mittlerweile einen Teil der Kosten, wenn die Behandlung von einem Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt wird.

Wie läuft die Therapie ab?

In der Regel wird der Arzt oder Heilpraktiker mit Ihnen ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden führen (Anamnese). Während der anschließenden Behandlung liegen Sie bequem auf einer Liege, während der Therapeut Ihnen Elektroden anlegt. Diese werden ähnlich wie bei der Messung von Herzströmen (EKG) an den Händen und Füßen sowie dem Stirnbereich angelegt. Die Elektroden sind mit einem Bioresonanzgerät verbunden. Es nimmt die elektromagnetischen Schwingungsmuster Ihres Körpers auf, um diese zu filtern und anschließend zu verstärken oder abzumildern. Die Therapieform gilt als sanfte Behandlungsmethode und findet in der Regel über einen längeren Zeitraum statt. Erfahrungsberichte von Therapeuten zufolge können abhängig von der zu behandelnden Grunderkrankung bis zu 25 Sitzungen erforderlich sein.

Bei welchen Problemen soll die Therapie helfen

Wie ein Großteil der naturheilkundlichen Therapieformen legt auch die Bioresonanztherapie ihren Schwerpunkt auf die Behandlung chronischer Erkrankungen. Hier können insbesondere bei allergischen Erkrankungen wie einer Pollenallergie oder allergisch bedingtem Asthma gute Erfolge erzielt werden. Doch auch bei anderen Krankheitsbildern kann diese Methode hilfreich sein, z. B. bei Hauterkrankungen wie einer Neurodermitis oder einer Schuppenflechte. Zu den behandelbaren Erkrankungen der Verdauungsorgane zählen u. a. entzündliche Darmerkrankungen. Auch bei Erkrankungen des Nervensystems wie z. B. Kopfschmerzen kann eine Bioresonanzbehandlung zur Linderung von Beschwerden beitragen.

Tipps zum Finden des richtigen Therapeuten

Grundsätzlich sollten Sie die Behandlung von einem in dieser Methode ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker durchführen lassen. Für eine Empfehlung können Sie z. B. bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Hausarzt nachfragen. Ein seriöser Therapeut wird Ihnen im Vorfeld alle Fragen beantworten, die für Sie in Bezug auf die Methode und Ihr persönliches Anliegen wichtig sind. Sie sollten sich ein Bild machen können über mögliche Nebenwirkungen und Risiken, auch wenn diese Methode als sanft und nebenwirkungsarm gilt. Ein nicht zu vernachlässigendes Entscheidungskriterium sind die zu erwartenden Kosten, insbesondere, wenn Sie diese selbst zu tragen haben. Hier sollte ein Therapeut Sie ebenfalls ehrlich und umfassend beraten. Möglicherweise werden Sie auch über weitere Alternativen sprechen, die für eine Linderung Ihrer Beschwerden in Frage kommen könnten. Scheuen Sie sich nicht, bei mehreren Therapeuten Informationen einzuholen. Auch das kann helfen herauszufinden, wo Sie sich am besten aufgehoben fühlen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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