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Gesundheitslexikon: Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Aggressiver Tumor - Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch bekannt als 'Pankreaskarzinom', zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen der Neuzeit. Es gibt verschiedene Formen der Erkrankung – die meisten sind bösartig und schnellwachsend. Bereits im Frühstadium können die Geschwüre 'Metastasen' bilden, die sich in den umliegenden Organen ansiedeln. Der tückische Krebs lässt sich zumeist erst feststellen, wenn er sich bereits in einem fortgeschritten Prozess befindet. In einer Vielzahl der Fälle besteht keine Chance auf Heilung.

Ursachen

Es gibt diverse Faktoren, die das Entstehen von Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen können. Neben einer genetischen Disposition kann eine chronische Entzündung des Organs die Bildung eines Tumors begünstigen. Des Weiteren kann ein 'Vitamin-D-Mangel' oder Übergewicht, das aus einer fettreichen Ernährung resultiert, der Auslöser sein. Auch Rauchen erhöht das Risiko, an einem 'Pankreaskarzinom' zu erkranken. Primär sind Menschen betroffen, die älter als 60 Jahre sind.

Symptome

Die Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs werden von den betroffenen Personen meist erst im fortgeschrittenen Stadium registriert. Die 'Gelbsucht' gilt hierbei als Leitsymptom. Zudem kann es zu ständigen Unterleibsschmerzen kommen, die in den Rücken ausstrahlen. Auch Verdauungsbeschwerden und rapide Gewichtsverluste können Indikatoren für ein 'Pankreaskarzinom' darstellen. Oft spüren die Erkrankten einen dumpfen Schmerz im 'Solarplexus', der sich vordergründig nachts bemerkbar macht.

Diagnose

In der Regel erfolgt die Feststellung von Bauchspeicheldrüsenkrebs durch eine Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie. Diese Methoden können im Krankenhaus oder in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Auch Laboruntersuchungen, in denen Blutproben ausgewertet werden, können Aufschluss über die Erkrankung geben. Im Falle eines dringlichen Verdachts werden in der Regel weitere Schritte eingeleitet. Anhand einer Magenspiegelung kann der behandelnde Arzt feststellen, an welcher Stelle sich der Tumor genau befindet.

Behandlung/Therapie

Die realen Chancen auf eine Heilung können ernüchternd für die betroffenen Patienten sein. Bei vier von fünf Menschen ist der Krebs bereits zu weit fortgeschritten, so dass eine rückstandslose Entfernung des bösartigen Gewebes nicht gewährleistet werden kann. Dennoch gibt es einige Methoden, die das Ausbreiten vermindern oder gar ausmerzen können. Durch operative Maßnahmen kann der Tumor entfernt werden. Diese Variante wird in Betracht gezogen, wenn der Bauchspeicheldrüsenkrebs noch nicht gestreut hat. Des Weiteren kann eine Chemotherapie die bösartigen Zellen zerstören. Diese empfiehlt sich bei fortgeschrittenen Erkrankungen oder zur Eindämmung der befallenen Areale. Oftmals erfolgt im Anschluss eine Operation.

Vorbeugung

Die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann durch eine genetische Disposition hervorgerufen werden. Auch der individuelle Lebensstil spielt eine wichtige Rolle. So kann der Konsum von Zigaretten und extrem fetthaltiger Lebensmittel die Erkrankung fördern. Ein ausgewogener Lebensstil, zu dem auch sportliche Betätigungen gehören, kann dem 'Pankreaskarzinom' effektiv vorbeugen. Alkohol sollte bewusst und nur in geringen Mengen genossen werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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