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Gesundheitslexikon: Bauchschmerzen

7 Tipps gegen Bauchschmerzen
7 Tipps gegen Bauchschmerzen Bauchweh ade! 00:01:20
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Bauchschmerzen: Was hilft und worauf Sie hinweisen können

Bauchschmerzen sind im Prinzip noch keine Krankheit, aber ein Symptom, das auf eine Erkrankung im Magen-Darm-Trakt hinweisen kann.

Ursachen

Bauchschmerzen können eine relativ harmlose Ursache haben. Sie können beispielsweise seelisch bedingt sein. Nicht ohne Grund gibt es den oft zitierten Satz "Es bereitet mir Bauchschmerzen", wenn man kein gutes Gefühl bei einem bevorstehenden Ereignis hat.

Zudem können Verdauungsbeschwerden eine Ursache für Bauchschmerzen sein, zum Beispiel, wenn man schwer verdauliche oder laxierende Speisen verzehrt hat.

Ebenfalls einen Grund kann eine Virus- oder bakterielle Infektion darstellen, die so genannte "Magen-Darm-Grippe".

Halten Bauchschmerzen länger an oder kommen sie häufiger vor, ohne dass es eine schlüssige Erklärung gibt, wie ein Reizdarm durch psychische Einflüsse, liegt oft eine organische Störung vor: eine akute oder chronische Entzündung, Polypen oder Ventrikel (Ausbuchtungen in der Darmwand) oder Tumore. Auch können Bauchschmerzen durch eine Harnwegsinfektion oder eine Gastritis (Magenentzündung) oder Erkrankungen von anderen benachbarten Organen des Darms ausgelöst werden.

Ein Parasitenbefall wie Würmer kann ebenfalls für Bauchschmerzen verantwortlich sein.

Symptome

Bauchschmerzen drücken sich auf verschiedene Arten aus. Sie können stechend, drückend oder krampfartig ausfallen. Sind sie von Durchfall begleitet, Appetitlosigkeit und herabgesetzter Leistungsfähigkeit, eventuell sogar von erhöhter Temperatur, kann dies mit einer Entzündung zusammenhängen.

Liegen wechselhafte Symptome vor, mal Durchfall, mal Verstopfung in Kombination mit Blähungen, kann es sich um einen Reizdarm handeln.

Bei Bauchschmerzen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und immer wieder auftreten, sich heftige sehr wässrige, teils blutige Durchfälle mehrmals täglich dazu gesellen, könnte eine chronische Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vorliegen. Im schlimmsten Fall kann es sich um eine Krebserkrankung handeln. Deshalb ist ein rechtzeitiger Gang zum Arzt die beste Früherkennung.

Diagnose

Zu Beginn einer jeden Untersuchung wird der Arzt - in diesem Fall ist ein Gastroenterologe gefragt - eine ausführliche Befragung vornehmen, um über die Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) bereits die mögliche Ursache eingrenzen zu können.

Danach folgt dann eine körperliche Untersuchung mit Abtasten, leichtem Abklopfen der Bauchregion und vorsichtigem Abtasten des Enddarms, um eventuellen Unregelmäßigkeiten in der Darmwand festzustellen.

Weiterhin wird er Blut entnehmen und es zusätzlich mit dem Morgenurin des Patienten im Labor untersuchen lassen. Weiteren Aufschluss gibt die Apparatemedizin mittels Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).

Um sich sprichwörtlich selbst ein Bild zu machen und eventuell Gewebeproben zu entnehmen, wird der Gastroenterologe eine Darmspiegelung (Koloskopie) vornehmen. Um den Dünndarm zu untersuchen, wird ein dünner Schlauch mit einer winzigen Kamera über Mund und Speiseröhre eingeführt, für den Dickdarm über den After. Neben dem Einblick ins Innere und der Biopsie ist auch eine sofortige Entfernung von Polypen (Darmausstülpungen) möglich.

Behandlung

Die Therapie bei Bauchschmerzen richtet sich immer nach ihren Ursachen. Liegt eine organische Erkrankung vor, werden entsprechende Medikamente eingesetzt oder wenn notwendig, wird eine Operation vorgenommen. Handelt es sich um psychosomatische Beschwerden, können möglicherweise Entspannungstechniken und/oder ein Beseitigen der Ursachen (Stress oder Mobbing am Arbeitsplatz, Beziehungsprobleme und ähnliches) bereits zur Linderung der Bauchschmerzen führen. Eine Ernährungsumstellung kann unter Umständen ebenfalls von Vorteil sein.

Vorbeugung

Bauchschmerzen, sofern sie keine organische Ursache haben, kann mit einer gesunden Lebensweise vorgebeugt werden. Dazu gehört ausgewogene und leicht verdauliche Nahrung und ausreichend Bewegung ebenso wie das Vermeiden von belastenden Stress-Faktoren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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