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Gesundheitslexikon: Basilikum (Heilpflanze)

Basilikum – das Königskraut

Basilikum ('Ocimum basilicum') wird im Volksmund auch als 'Königskraut' oder 'Basilienkraut' bezeichnet und ist aus der Küche kaum wegzudenken. Dass es jedoch auch in der Naturheilkunde als Heilkraut verwendet wird, ist meist weniger bekannt. Die einjährige Pflanze wächst bis zu einen halben Meter hoch und prägt kleine weiße bis rötliche Blüten aus. Die Blätter sind länglich, können grün oder auch bordeauxfarben sein und haben ein angenehmes Aroma. Basilikum enthält, neben den wohlriechenden ätherischen Ölen, zudem Gerbstoffe, Mineralien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die nicht nur gesundheitsfördernd sind, sondern weitreichende heiltherapeutische Wirkungen für eine ganze Reihe von Erkrankungen haben.

Wo kommt Basilikum vor?

Ursprünglich stammt Basilikum aus den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas und Asiens. Es gelangte wahrscheinlich mit den Eroberungszügen Alexander des Großen nach Europa. Es kommt in verschiedenen Varietäten vor und wird auch in heimischen Gefilden in Topf oder Garten vor allem als Küchengewürz kultiviert. Archäologische Funde und die Erforschung schriftlicher Überlieferungen haben ergeben, dass Basilikum bereits im altertümlichen Ägypten sowie in Indien etwa 1.000 Jahren v. Chr. als Heilpflanze Verwendung fand.

Verwendung und Wirkung als Heilpflanze

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Basilikums ist in der modernen Medizin anerkannt. Für heiltherapeutische Zwecke kann die gesamte Pflanze sowohl zur inneren als auch zur äußerlichen Anwendung genutzt werden. Die Wirkstoffe sind eine Kombination aus ätherischen Ölen, die je nach Sorte variieren. Basilikum enthält außerdem die Vitamine A, C, D und E, alle B-Vitamine, Nikotinsäure, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Flavonoide. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe wirken verdauungsfördernd und appetitanregend. Die ätherischen Öle wirken entwurmend. Wird das frische Kraut verzehrt, kann es Krämpfe in Magen oder Darm lindern, Völlegefühl bzw. Blähungen mindern und der Bildung von Magengeschwüren vorbeugen. Seine antibakteriellen Eigenschaften können selbst bei antibiotikaresistente Erreger hilfreich sein. Basilikum kann sich stabilisierend bei niedrigem Blutdruck auswirken. Bei Erkältungen, schlecht heilenden Wunden und Nieren- sowie Blasenentzündungen wird die entzündungshemmende Wirkung geschätzt. Seine anästhesierenden Eigenschaften können bei Zahnschmerzen helfen. Bei der Behandlung von 'Arthritispatienten' konnte durch den Verzehr von frischem Basilikum ein Rückgang der Schwellungen bzw. Entzündungen um bis zu 70 Prozent festgestellt werden. In der 'Aromatherapie' findet Basilikum in Form von Tonika Anwendung und kann gegen 'Migräne', Atemwegsprobleme, Nervosität und Schlaflosigkeit helfen. Basilikum wird außerdem zu medizinischen Bädern, Spülungen oder als Zusatz in Cremes verarbeitet. Äußerlich angewendet können Umschläge mit Tinkturen bei 'Ekzemen', Muskelschmerzen, 'Rheuma' und sogar Insektenstichen helfen. In der Kosmetik wird es eher selten verwendet, wobei seine Inhaltsstoffe eine straffende Wirkung für die Haut haben können. Im antiken Griechenland etwa sorgte ein Stängel frischen Basilikums im Haar für aufregenden Duft.

Hinweise

Da sich Basilikum leicht anbauen lässt, lohnt es sich zu Hause immer einen frischen Topf mit dem würzigen Kraut parat zu haben. Achtung: Verwenden Sie nur biologischen Dünger. Schenken Sie der Pflanze ausreichend Sonne. Gönnen Sie sich immer wieder einen Stängel zu Ihrem Essen und kauen Sie täglich zwischendurch ein paar Blätter. Die Pflanze lässt sich auch trocknen, verliert dadurch aber viel von ihrem charakteristischen Aroma.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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