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Gesundheitslexikon: Basaliom (Basalzellkarzinom, Heller Hautkrebs, Weißer Hautkrebs)

Basaliom: Weißen Hautkrebs erkennen und rechtzeitig behandeln

Basaliome gehören zu den am häufigsten vorkommenden Tumoren der Haut. Heller Hautkrebs tritt überwiegend im Kopfbereich auf, wächst langsam und neigt nicht zur Metastasenbildung. Ohne Behandlung kann er jedoch in tiefer liegendes Gewebe eindringen und dieses zerstören. Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen mit sonnenempfindlicher Haut, im höheren Alter steigt das Erkrankungsrisiko.

Ursachen

Übermäßige UV-Bestrahlung schädigt die Haut und begünstigt langfristig das Wachstum eines Basalzellkarzinoms. Auch genetische Faktoren, ein geschwächtes Immunsystem und die Einwirkung von Röntgenstrahlen oder Schadstoffen können für das Auftreten eines Basalioms verantwortlich sein.

Symptome

Weißer Hautkrebs kann sich auf mehrere Arten bemerkbar machen. Meist fallen gut abgrenzbare, hautfarbene bis rötliche Knötchen auf, deren Oberfläche wächsern-glasig glänzt. Andere Formen wachsen unregelmäßig, sind pigmentiert oder von Blutgefäßen durchzogen und weisen einen charakteristischen perlschnurartigen Randsaum auf. Auch hinter rötlichen Flecken mit Krusten- und Schuppenbildung, schlecht heilenden Wunden oder narbenartigen Veränderungen kann sich ein Basaliom verbergen.

Diagnose

Der Facharzt kann weißen Hautkrebs meist mit bloßem Auge oder durch das Auflichtmikroskop erkennen. Im Zweifelsfall wird eine Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung entnommen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach Lokalisation und Ausbreitung des Basalzellkarzinoms.

Die operative Entfernung des Tumors im gesunden Gewebe stellt die sicherste Art zur Verhinderung eines Wiederauftretens (Rezidiv) dar. Ein chirurgischer Eingriff kann fast immer ambulant und mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Ist eine Operation aufgrund der Lage der Hautveränderung oder bei Patienten im hohen Alter nicht möglich, gibt es mehrere Alternativen, die das Absterben der Tumorzellen zum Ziel haben:

Basaliome im Anfangsstadium können mit einer lokalen Salbentherapie behandelt werden, welche sich über mehrere Wochen zieht. Dabei wird das Immunsystem der Haut angeregt, selbst gegen die Tumorzellen anzukämpfen. Die hierbei auftretenden Entzündungsreaktionen sind unangenehm, zeigen aber den Erfolg der Therapie an.

Als weitere Möglichkeit bietet sich die Strahlentherapie an: Hier werden die Krebszellen durch den Einsatz von Röntgenstrahlen zerstört. Bei der photodynamischen Therapie wird die Haut zuerst mit einem entsprechenden Mittel sensibilisiert und danach mit hochintensivem Licht bestrahlt.

Andere Methoden wirken durch extreme Temperaturen auf die Tumorzellen ein: Bei der Kryotherapie wird das erkrankte Gewebe mit flüssigem Stickstoff vereist, bei der Elektrodesikkation mit elektrischem Strom "verbrannt".

Sehr oberflächlich wachsende Basalzellkarzinome können abgeschabt oder mithilfe eines Lasers entfernt werden.

Lokale Rötungen und Schwellungen, Schmerzen oder allgemeines Krankheitsgefühl als Nebenwirkungen der genannten alternativen Therapien klingen nach kurzer Zeit wieder ab.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen hellen Hautkrebs ist die Vermeidung übermäßiger UV-Bestrahlung, sei es durch Sonnenlicht oder Solarium. Vor allem hellhäutige Menschen mit sonnenempfindlicher Haut sollten bei Aufenthalten im Freien auf eine konsequente Nutzung von Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor achten. Um die besonders anfällige Kopf- und Gesichtspartie zu schützen, leisten ein Sonnenhut oder eine Kappe gute Dienste.

Wird weißer Hautkrebs frühzeitig erkannt, kann er in aller Regel erfolgreich behandelt werden und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Verdächtige Hautveränderungen oder schlecht heilende Wunden sollten daher immer dem Facharzt vorgestellt werden!

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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