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Gesundheitslexikon: Bärlauch

Bärlauch schmeckt gut, kann aber noch mehr

Bärlauch begegnet uns immer wieder als Pesto, Kräuterbutter oder im Salat. Die grünen Blätter schmecken angenehm nach Knoblauch, sind aber viel milder und weniger penetrant im Geruch. Die hübschen Pflanzen wachsen bei uns am Waldrand oder kleinen Lichtungen. Bärlauch ist nicht nur lecker, sondern hat auch viele positive Eigenschaften auf die Gesundheit.

Was ist Bärlauch?

Bärlauch ist eine in ganz Mitteleuropa verbreitete Wildpflanze, die schon früh im Jahr austreibt. Die Blätter sind saftig grün; in der Mitte erheben sich ihm Frühling dann die weißen Blüten hervor. Die Pflanze ist bis in die Sommermonate hinein vorrätig.

Bärlauch ist mit dem Knoblauch, der Zwiebel und dem Schnittlauch verwandt, weshalb die Blätter auch den typisch lauchartigen Geruch verströmen. Das Grün wird als Gemüse in der Küche verarbeitet und ist sehr beliebt als Zutat in Dips, kleingeschnitten in Salaten oder auch gedünstet als Gemüse. Die Pflanze kann entweder frisch eingesetzt werden oder im getrockneten, gerebelten Zustand.

Durch die enthaltenen gesunden Inhaltsstoffe kommt Bärlauch aber auch in der Alternativmedizin zum Einsatz.

Weitere Bezeichnungen im Volksmund sind Knoblauchspinat, Bärenlauch, Wilder Knoblauch oder Waldknoblauch.

Wo kommen Bärlauch vor?

Wer Bärlauch sammeln möchte, der kommt ihm am besten am schattigen Waldrand oder auf kleinen Lichtungen auf die Spur. Die Pflanzen wachsen dann in auffälligen Feldern dicht beieinander, was das Sammeln sehr einfach macht. Da sie jedes Jahr am gleichen Platz austreiben und sich stetig vermehren, kann man sich die Stellen für die Zukunft merken. Die Blätter des Bärlauchs sehen aus wie geschwungene Lanzen und können bis zu 50 Zentimeter groß werden. Aus jeder Zwiebel entwickeln sich mehrere auffällig aussehende, dekorative Blüten. Blüten und Blätter tragen den typisch knoblauchartigen Geruch in sich und sind beide essbar.

Verwendung und Wirkung von Bärlauch als Heilpflanze

Bärlauch ist reich an Allicin und Alliin. Diese beiden Schwefelverbindungen sollen, insofern sie roh konsumiert werden, für elastische Gefäßaußenwände sorgen und können sich somit positiv auf den Blutdruck auswirken. Zudem sind im frischen Bärlauch sehr viele Flavonoide enthalten, welche insgesamt gut für das Immunsystem sind und die Cholesterinwerte senken können.

Traditionell kommt Bärlauch in der Hausapotheke bei Magen-Darmbeschwerden zum Einsatz. Da ihm eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird, soll er den Körper ausgleichen und für die Auskurierung von Entzündungsprozessen verantwortlich sein. Die Alternativmedizin nutzt Bärlauch schon sehr lange. Bei Arteriosklerose oder Bluthochdruck wird er genauso gerne verschrieben wie zur Senkung des Cholesterinspiegels. Insgesamt soll er sich positiv auf die Atemwege, Leber, Galle und den Magen-Darmtrakt auswirken.

Was sollte man beim Bärlauch beachten?

Die schwefelhaltigen Verbindungen sind beim Knoblauch gefürchtet, entwickeln sie doch am nächsten Tag nach Verzehr extreme Ausdünstungen im menschlichen Atem. Bärlauch hingegen wirkt viel sanfter und hinterlässt weniger der Gerüche. Ganz vermeiden lassen sie sich aber nicht.

Wer Bärlauch für den Eigengebrauch sammeln möchte, muss sich keine Sorgen machen. Die Mitnahme von haushaltsüblichen Mengen ist generell in der freien Natur erlaubt. Aufpassen sollte man jedoch, um eine Verwechslung mit dem giftigen Maiglöckchen zu vermeiden. Achten Sie bei allen Blättern also auf den typisch knoblauchartigen Geruch, der den Bärlauch in jedem Fall als solchen sicher ausweist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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