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Gesundheitslexikon: Ayurveda

Ayurveda: die ganzheitliche Lehre vom Leben und der Gesundheit

Ayurveda für ein langes und gesundes Leben – so oder so ähnlich kündigen sich die Heilsversprechen rund um die indische Lebens- und Gesundheitsphilosophie häufig an. Dabei geht es in der Lehre um die Gesunderhaltung des Körpers nach der ureigenen Konstitution des jeweiligen Menschen. Was können wir von dieser alten Praxis erwarten oder sogar lernen?

Was ist Ayurveda?

Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, die frei übersetzt 'Lebensweisheit' oder 'Lebenswissenschaft' heißt. Ayurveda richtet sich dabei an alle Menschen, also Gesunde wie Kranke, Kinder, Erwachsene oder Senioren, und beruht auf einer ganzheitlichen Herangehensweise an den Menschen und seine Umwelt.

Dabei bedient sich die Gesundheitslehre mehrerer Grundpfeiler. Bei der Ernährungslehre stehen Lebensmittel und Getränke im Fokus, bei der Pflanzenheilkunde werden Präparate gegen Krankheiten zusammengestellt. Ferner geht die Lehre von einer regelmäßigen Yoga-Praxis aus und empfiehlt als Reinigungs- oder Ausleitungsverfahren verschiedene Massagetechniken oder sonstige Anwendungen.

Diese Aspekte werden dann auf den individuellen Menschen zugeschnitten. Dabei geht man hier von drei verschiedenen Konstitutionen (Doshas) aus. Der Vata-Typ ist eher unruhig, der Pitta-Typ ist eher heißblütig, und der Kapha-Typ neigt zur Trägheit.

Der Ayurveda-Arzt entwickelt darauf basierend eine auf den einzelnen Menschen zusammengestellte Lebensempfehlung. Neben der Ernährung und dem Verhalten werden auch therapeutische Anwendungen verordnet und spezielle Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Auch die Reinigung des Körpers ist ein umfangreiches Themengebiet und empfiehlt beispielsweise Einläufe, Schwitzkuren oder den Aderlass

Woher kommt Ayurveda?

Ayurveda kommt ursprünglich aus dem indisch-pakistanischen Raum. Die Philosophie zur Gesunderhaltung des Körpers hatte wohl Einfluss auf viele weitere Gesundheitslehren des asiatischen Raumes. Die frühesten Zeugnisse der ayurvedischen Lehre liegen rund 5000 Jahre zurück.

Welche Wirkung soll Ayurveda auf den menschlichen Körper und die Gesundheit haben?

Ayurveda basiert auf mehreren Grundpfeilern, welche alle zum Gelingen einer Therapie beisteuern sollen und nicht isoliert betrachtet werden können.

Viele Menschen berichten davon, dass sie durch eine Ernährungsumstellung zu Gunsten ihres Doshas, also abgestimmt auf ihre ayurvedische Konstitution, eine Linderung verschiedenster Leiden erfahren haben. Auch die ausgleichende Wirkung von Yoga und der zurückhaltende Umgang mit Alkohol und Suchtmitteln können zweifelsohne eine sehr positive Wirkung auf den Körper haben. Auch die eingesetzten Naturpräparate und Nahrungsergänzungsmittel könnten sich zum Vorteil auf die Gesundheit auswirken.

Was sollte man beachten?

In Indien und Sri Lanka ist Ayurveda ein universitäres Studienfach mit einer Dauer von ungefähr 5 Jahren und einem abschließendem Staatsexamen. Viele Ärzte lassen sich im Anschluss in einer weiteren Disziplin schulen. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Institute, welche die Heilkunst vermitteln sollen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass Ayurveda-Präparate aus dem Ausland mit Blei oder sonstigen Schwermetallen kontaminiert waren. Da diese Heilpflanzen, insofern sie online bestellt werden, häufig nur unzureichend kontrolliert werden, sollte man bei der Auswahl seines Lieferanten vorsichtig sein und besser bei vertrauenswürdigen Apotheken bestellen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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