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Gesundheitslexikon: Ascorbinsäure (Vitamin C)

Vitamin C: Schon die alten Seefahrer wussten über seine Bedeutung Bescheid

Ascorbinsäure (der chemisch korrekte Begriff für Vitamin C) gehört wie andere Vitamine zu den essentiellen Stoffen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie werden für wichtige Stoffwechselvorgänge benötigt. Bei Vitamin C handelt sich um ein wasserlösliches Vitamin, welches vor allem in frischem Obst und Gemüse zu finden ist.

Was ist Ascorbinsäure?

Ascorbinsäure bzw. Vitamin C ist ein lebensnotwendiger Stoff, den der Körper vor allem als Schutz vor freien Radikalen, als Infektionsschutz und zur Stärkung des Bindegewebes (Bildung von Kollagen) benötigt. Doch Vitamin C ist auch für die Produktion von Steroidhormonen sowie für den Stoffwechsel der Aminosäuren und der Gallensäuren notwendig. Außerdem verbessert es die Aufnahme von Eisen im Darm und macht krebserregende Stickstoffverbindungen in der Nahrung unschädlich. Aufgenommen wird Ascorbinsäure beim Menschen ausschließlich über die Nahrung, während manche Tiere es selbst synthetisieren können. Da es nicht gespeichert werden kann, ist eine regelmäßige Zufuhr notwendig. Bei zwei bis vier Monaten mangelnder Zufuhr drohen ernste gesundheitliche Folgen.

Worin findet man Vitamin C?

Generell sind Obst und Gemüse reichhaltig an Vitamin C, jedoch enthalten manche Lebensmittel besonders viel davon, wobei beileibe nicht nur von klassischen Zitrusfrüchten die Rede ist. Reich an Ascorbinsäure sind daneben auch Hagebutten, Acerola-Kirschen, Sanddorn, Kiwis, Paprika, Kohl, Kartoffeln, Sauerkraut und Spinat. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Tageszufuhr von 100 mg Vitamin C. Allerdings variieren die Empfehlungen je nach Organisation. Der normale Tagesbedarf kann zum Beispiel mit zwei Kiwis oder einem Glas Orangensaft gedeckt werden. Schwangere, Stillende und Raucher haben einen deutlich erhöhten Bedarf.

Mangelerscheinungen und Überdosierung

Symptome für einen Mangel können Abgeschlagenheit und Müdigkeit sowie Zahnfleischbluten sein. Besteht über Monate hinweg ein starker Mangel an Vitamin C, droht Skorbut. Das Krankheitsbild trat erstmals bei Seefahrern auf, die über längere Zeit keine frische Nahrung zur Verfügung hatten. Dies war bevor man entdeckte, dass eingelegtes Sauerkraut einen wirksamen Schutz bietet. Skorbut ist gekennzeichnet durch Zahn- und Zahnfleischprobleme bis hin zum Zahnausfall, Erschöpfung und Müdigkeit, Erbrechen und Durchfall, Hautprobleme, Gefäßerkrankungen, Muskelschwund und hohes Fieber. Tritt Vitamin C-Mangel bei Kleinkindern oder Säuglingen auf, sprechen Mediziner von der Möller-Barlow-Krankheit. Mangelerscheinungen sind in der westlichen Welt mittlerweile eher selten geworden, da sich die Versorgung der Bevölkerung in den letzten 20 Jahren drastisch verbessert hat. Von einer Unterversorgung sind in erster Linie verwahrloste ältere Menschen und andere Randgruppen betroffen. Überdosierungen kommen bei normaler Nahrungsaufnahme ebenfalls so gut wie nicht vor, da überschüssiges Vitamin C über den Urin ausgeschieden wird. Derzeit geht man davon aus, dass kurzfristig eine Dosis von bis zu 5.000 Milligramm unbedenklich ist. Eine ernsthafte Überdosierung droht lediglich, wenn über längere Zeit hochdosierte Nahrungsergänzungspräparate eingenommen werden. Diese sind deswegen nicht immer sinnvoll und sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker verwendet werden. Derzeit wird diskutiert, ob eine zu hohe Dosierung von Ascorbinsäure mit der Zeit zu Nierensteinen führen kann.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.

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