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Gesundheitslexikon: Arztpraxis

Die Arztpraxis – die Empfangs-, Behandlungs- und Arbeitsräume des Mediziners

Ob Routineuntersuchung oder laufende Therapiemaßnahme, der Gang in die Arztpraxis gehört für die meisten Menschen zum Alltag. Doch wie ist sie genau aufgebaut?

Was ist eine Arztpraxis?

Als Arztpraxis bezeichnet man die Räumlichkeiten eines niedergelassenen Arztes. Hier wird der Patient empfangen, beraten, untersucht und eventuell auch therapiert. Schließen sich zwei oder mehrere Ärzte zusammen, so spricht man von einer Gemeinschaftspraxis. Dabei kann nahezu jeder Arzt einer bestimmten Fachrichtung eine Arztpraxis eröffnen oder übernehmen.

Wie ist eine Arztpraxis aufgebaut?

Jede Arztpraxis verfügt über einen Empfangsbereich, an dem die Patientenaufnahme und Koordination der Anliegen abgewickelt wird. Der Patient kann sich am Empfang melden und sein Problem mitteilen. Zumeist gelangt er daraufhin in den Wartebereich. Hier wird die Zeit überbrückt, bis der Arzt den Patienten aufruft. Vom Wartezimmer aus gelangt der Patient dann in das eigentliche Sprechzimmer des Arztes, in welchem er sein Problem vorträgt. Die eigentliche Untersuchung des Erkrankten findet zumeist im Behandlungszimmer statt. Dort sind auch bestimmte Apparate oder Aufbauten vorhanden. Meist verfügt die Arztpraxis über mehrere Behandlungsräume, um den organisatorischen Ablauf effizienter zu gestalten. Daneben finden sich in einer Arztpraxis häufig weitere Räumlichkeiten für Vorgänge wie Blutabnahmen, Ultraschalluntersuchungen, Verbandswechsel, Röntgenaufnahmen oder ambulante Eingriffe. Je nach Fachrichtung kann auch ein Labor vorhanden sein.

Welche unterschiedlichen Arztpraxen gibt es?

Arztpraxen unterscheiden sich in der Fachrichtung des jeweiligen Mediziners. Geläufig ist den meisten Menschen die Arztpraxis des Allgemeinmediziners durch den Besuch beim Hausarzt. Ergänzend dazu gibt es für den Mediziner jeder Facharztrichtung auch die Möglichkeit, eine eigenständige Arztpraxis zu eröffnen. So gibt es Arztpraxen für Gynäkologie, Chirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dermatologie, Pädiatrie, Zahnheilkunde, Psychiatrie und so weiter.

Bei welchen Problemen sollte man eine Arztpraxis aufsuchen?

Wer sich körperlich oder geistig unwohl fühlt, Schmerzen hat oder unter anderweitigen Symptomen oder Beeinträchtigungen leidet, der sollte einen Termin zur nächstmöglichen Untersuchung bei seinem Hausarzt oder einem entsprechenden Facharzt vereinbaren. Dabei sollte man berücksichtigen, dass der Gang zum Facharzt an krankenkassenspezifische Bedingungen geknüpft sein kann. Zudem verfügen viele Ärzte über lange Wartelisten. Manche Ärzte bieten aber auch offene Sprechstunden ohne Terminvergabe an. In Akutfällen sollte die nächstgelegene Notfallambulanz oder Klinik aufgesucht werden.

Was sollte man bei einer Arztpraxis beachten?

Es gibt kassenärztliche Praxen, welche direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen im Verbund arbeiten. Hier legt der Patient bei der Anmeldung zumeist lediglich seine Versicherungskarte vor und muss sich nicht weiter um die Abrechnungsmodalitäten kümmern. Werden Sonderleistungen in Anspruch genommen, kann der Patient diese größtenteils direkt in der Praxis begleichen oder erhält im Anschluss eine Rechnung. Solche kassenärztlichen Praxen nehmen auch Privatpatienten an. Daneben gibt es private Arztpraxen, die generell nicht an die Verträge und Abrechnungsmodelle der gesetzlichen Krankenkassen gebunden sind. Sie gehen einen individuellen Behandlungsvertrag mit dem Patienten ein und fordern nach Rechnungsstellung vom Patienten das Honorar ein. Wer also gesetzlich versichert ist, hat zwar freie Praxisauswahl, sollte aber berücksichtigen, dass private Arztpraxen das Honorar direkt vom Patienten verlangen.

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