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Gesundheitslexikon: Arnika

Arnika: aus dem Schatzkästchen von Mutter Natur

Natürliche Heilmittel auf pflanzlicher Basis haben Hochkonjunktur. Manche Heilpflanzen sind dabei schon seit der Antike bekannt. Arnika, Heilpflanze des Jahres 2001, findet seit dem 17. Jahrhundert in der Medizin Anwendung. Es handelt sich dabei um eine Gabe von Mutter Natur, die vielfältige positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit hat. Angeblich schätzte sie schon Goethe nach einem Herzinfarkt.

Was ist Arnika?

Arnika ist eine Pflanze mit leuchtend dunkelgelben, sternförmigen Blüten, die sehr aromatisch duftet. Der Pflanzenstängel ist flaumig behaart. Sie wird 20 bis 60 cm hoch und gehört zur Gattung der sogenannten Korbblütler. Ihre Blüten entfaltet sie von Mai bis August. Diese sind auch der Bestandteil, der in der Medizin Verwendung findet. Ein anderer Name der Arnika ist Bergwohlverleih, da ihre positiven Effekte auf die Gesundheit schon lange bekannt sind. Arnika ist allerdings eine Arzneipflanze, die mittlerweile rar geworden ist und unter Naturschutz steht. Aufgrund ihrer guten Wirkung gehört sie in jede Hausapotheke.

Vorkommen

Arnika blüht vor allem auf Gebirgswiesen und auf Berghängen in Europa. Dabei liebt sie vor allem saure und magere Wiesen und meidet Kalk. Sie kommt in den Alpen vor, in den Pyrenäen, auf dem Balkan und wächst bis nach Südskandinavien. Bergwohlverleih ist bis zu einer Höhe von 2.800 Metern anzutreffen. Sie wächst wild, wird zum Teil aber auch als Heilpflanze gezielt angebaut. Die Arnika ist mittlerweile selten geworden und darf nicht gepflückt werden, da sie unter Naturschutz steht. Wanderer können sie manchmal zum Beispiel auf Alpenwiesen entdecken. Verwendet wird in der Medizin die sogenannte Echte Arnika (Arnika montana). Insgesamt sind bis zu 40 verschiedene Unterarten der Pflanze bekannt.

Verwendung und Wirkung als Heilpflanze

Der Korbblütler ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die vor allem Schmerz lindernd, entzündungshemmend, Keim abtötend und immunstärkend wirkt. Aus diesem Grunde wird Arnika gegen Schwellungen, Prellungen, Blutergüsse, Verstauchungen und gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt. Auch gegen unreine Haut soll sie in Form von Dampfbädern helfen. Doch auch in der Homöopathie gehört sie zu den klassischen Mitteln. Hier findet sie Anwendung bei Zahnfleischentzündungen (Aphten) und um die Auswirkung von Insektenstichen zu lindern. Arnika ist dabei – außer in Form von homöopathischen Globuli – nur bei äußerer Anwendung hilfreich. Salben, Tinkturen und Dampfbäder sind die bevorzugten Zubereitungsformen, die allerdings sehr wirksam sind.

Das müssen Sie beachten

Unter Umständen kann es auch bei fachgerechter äußerer Anwendung zu allergische Reaktionen mit Hautrötungen und Quaddeln kommen. Sensible Personen sollten Arnika deswegen nicht verwenden. Von einer inneren Anwendung ist außer als homöopathisches Mittel dringend abzuraten. Bei größeren Mengen können Übelkeit, Schwindel, Kopf- und Magenschmerzen sowie Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen die Folge sein. Auch sollte Arnika in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Da es sich um eine Heilpflanze mit sehr starker Wirkung handelt, sollte die Verwendung nur vorsichtig vonstattengehen. Am besten man lässt sich hierzu vom Arzt oder Apotheker beraten, um die ideale Dosis individuell abzustimmen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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