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Gesundheitslexikon: Antioxidantien

Antioxidantien zur Entgiftung des Körpers

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die eine entscheidende Rolle bei der Entgiftung des menschlichen Körpers spielen. Sie machen schädliche Substanzen inaktiv, die über Nahrung und Umwelt aufgenommen werden, sich aber auch im Körper selbst bilden. Ohne Antioxidantien oder Radikalfänger würden diese sogenannten freien Radikale ungehindert zu oxidativem Stress führen und Schaden anrichten. Durch diese Funktionsweise wirken Antioxidantien dem Alterungsprozess entgegen. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von zahlreichen Krankheiten. Wir nehmen Antioxidantien meist über eine ausgewogene Ernährung auf. Um gesund zu leben, sollten Sie regelmäßig solche Lebensmittel konsumieren, die reich an Antioxidantien sind.

So arbeiten Antioxidantien

Bei Antioxidantien unterscheidet man zwischen Radikalfängern und Reduktionsmitteln. Radikalfänger deaktivieren sogenannte reaktive Sauerstoffspezies – also schädliche Formen des Sauerstoffs. Diese entstehen meist als Nebenprodukte der Zellatmung in den Mitochondrien, gelangen aber auch durch Umweltgifte und etwa Zigarettenrauch in den Körper. Auch UV-Strahlung, Ozon sowie mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastete Lebensmittel, Luft und Wasser führen zur Absorbierung freier Radikale im Körper.

Die sogenannten Reduktionsmittel, wie beispielsweise Ascorbinsäure (Vitamin C) wirken dadurch, dass sie durch größere Reaktionsfreudigkeit schneller oxidieren als Schadstoffe, und somit deren pathogene Wirkung unterdrücken.

Freie Radikale sind grundsätzlich eine Bedrohung für den Körper. Sie verursachen Zellschäden und sind mitverantwortlich für das Altern. Auch die Entstehung einer Reihe von mitunter schweren Krankheiten wird ebenso durch freie Radikale begünstigt. Dazu zählen unterschiedliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele Krebsarten. Auch bei Parkinson, Alzheimer und grauem Star wird vermutet, dass oxidativer Stress ein Auslöser sein kann. Da freie Radikale an vielen von Menschen bewohnten Orten und in großer Menge präsent sind, ist der Konsum von Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien sind, unbedingt zu empfehlen.

Antioxidantien in der Ernährung

Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass Menschen die mit Abstand meisten Antioxidantien über Kaffee aufnehmen. Dies liegt allerdings nicht etwa am hohen Anteil im Kaffee, sondern am grundsätzlich eher geringen Obst- und Gemüsekonsum der Amerikaner. Sehr viele Antioxidantien sind unter anderem in folgenden Lebensmitteln enthalten: rote Bohnen, Heidelbeeren, Cranberrys, Artischockenherzen, Himbeeren, Pflaumen, Erdbeeren, Pekanüsse und Brombeeren. Grundsätzlich kann man sagen, dass fast alle Beeren reich an Radikalfängern sind.

Ebenfalls reich an Antioxidantien sind Knoblauch, Brokkoli, Ingwer, Tee, Zwiebel, Tomaten, Rosmarin, Minze, Kakao und auch Rotwein. Auch in Muttermilch sind übrigens viele Antioxidantien enthalten, die dem Säugling dabei helfen, gesund zu bleiben.

Mehr Antioxidantien – besseres Lebensgefühl

Sie werden rasch merken, dass eine Ernährung reich an Antioxidantien Ihrem Körper gut tun wird. Sie können die Hautalterung verlangsamen und Ihren Körper entgiften. Das verleiht Ihnen zusätzliche Energie. Manche Antioxidantien haben auch spezielle Vorteile: Beispielsweise können Sie mit Fisetin, welches beispielsweise in Weintrauben reichlich vorhanden ist, Ihr Langzeitgedächtnis verbessern.

Des Weiteren empfehlen wir Ihnen zur Vermeidung der Aufnahme zu vieler freier Radikale grundsätzliche Quellen zu vermeiden: Verzichten Sie auf Zigaretten und ungesunde Ernährung. Vermeiden Sie außerdem den Aufenthalt in Gegenden mit schlechter Luftqualität.

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