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Gesundheitslexikon: Alzheimer

Immer mehr Erinnerungen gehen bei Alzheimer verloren.
Alzheimer ist ein fortschreitender Gedächtnisverlust. © Getty Images/iStockphoto, Branimir76

Alzheimer - das schleichende Vergessen

Alzheimer, genauer gesagt Alzheimer-Demenz, ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns mit fortschreitendem Gedächtnisverlust. Sie ist nach dem deutschen Arzt Alois Alzheimer benannt, der die Erkrankung im Jahr 1906 erstmals detailliert beschrieb.

Die Ursachen der Alzheimer Demenz

Die Ursache des Morbus Alzheimer ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es handelt sich bei dieser schleichenden Erkrankung um typische Veränderungen im Gehirngewebe durch den Verlust von Nervenzellen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Signalaustausch der noch vorhandenen Nervenzellen nicht mehr voll funktionsfähig ist. Erwiesen ist, dass der Mangel am Botenstoff Acetylcholin dafür verantwortlich ist. Er sorgt beim gesunden Menschen dafür, dass die Signalübermittlung zwischen den relevanten Zellen reibungslos abläuft. Der Verlust an Nervenzellen und die gestörte Austauschfunktion sind verantwortlich für einen geistigen Verfall. Warum die Nervenzellen absterben und die Signalübermittlung gestört ist, ist unklar. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass verschiedene Erbfaktoren bei der Begünstigung der Alzheimer-Erkrankung eine Rolle spielen.

Symptome

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Altersvergesslichkeit ist nicht gleich Demenz und keine Alzheimer-Erkrankung. Eine verlegte Brille und ein vergessener Schlüssel sind alltägliche Fehlleistungen, die jedem Menschen hin und wieder passieren. Es sind viele Symptome, die auf Morbus Alzheimer hinweisen. Die wichtigsten sind:

  • Die Merkfähigkeit ist eingeschränkt.
  • Die räumliche Orientierung ist eingeschränkt oder fehlt gänzlich.
  • Das natürliche Zeitempfinden ist gestört (Tageszeiten, Wochentage, Monate und Jahre werden durcheinandergebracht).
  • Alltägliche praktischen Fertigkeiten gehen verloren.
  • Die sprachlichen Fähigkeiten schwinden und damit der Wortschatz.
  • Es sind eine zunehmende Antriebslosigkeit und schwankende Gefühlslage bis hin zu aggressivem Verhalten zu beobachten.

Diagnose von Alzheimer

Im Prinzip kann die Diagnose Alzheimer nur durch die Untersuchung von Gehirngewebe klar gestellt werden, was aber aufgrund der Folgen völlig indiskutabel ist. Deshalb erfolgt eine detaillierte Analyse, bei der alle anderen denkbaren Ursachen der Symptome ausgeschlossen werden. Es werden psychische Tests vorgenommen, die den geistigen Defiziten auf den Grund gehen. Ultraschalluntersuchungen, Blutanalysen und die Untersuchung des Gehirns mittels Kernspintomografie werden angewendet, um alternative Erkrankungen wie beispielsweise Ablagerungen in den Blutgefäßen, Stoffwechselstörungen oder Nährstoffmangel auszuschließen. Erst wenn keine andere Erkrankung in Frage kommt, liegt höchstwahrscheinlich ein Morbus Alzheimer vor.

Behandlung von Morbus Alzheimer

Die Therapie von Alzheimer erfolgt medikamentös mit so genannten Antidementia wie Cholinesterase-Hemmer, Glutamat-Antagonisten und anderen Nootropika, die auf das zentrale Nervensystem wirken. Ziel ist, das schnelle Fortschreiten auszubremsen. Weiterhin sollte das Umfeld so gestaltet werden, dass die noch vorhandenen Fertigkeiten mobilisiert werden können und dem Betroffenen ein strukturierter Tagesablauf geboten wird. Ein Heilen der Erkrankung ist trotz intensiver Forschung noch nicht möglich.

Vorbeugung

Direkt vorbeugen kann man einer Alzheimer-Demenz nicht, jedoch ist es möglich mit einer gesunden Lebensweise das Risiko zu mindern. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind eine Möglichkeit, das Krankheitsrisiko zu senken. Dazu zählt nicht nur die Alzheimer-Demenz. Eine gesunde Lebensweise beugt insbesondere auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes vor.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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