Gestorben im Türkei-Urlaub: Melanies Eltern kämpfen um Gerechtigkeit

Ansaug-Öffnung in Hotelpool offenbar nicht richtig gesichert

Im Fall der 2011 im Türkeiurlaub ertrunkenen Melanie geht der Reiseveranstalter nach unserer Vermittlung in dieser Woche nun auf die Eltern zu, um über eine Entschädigung zu verhandeln. Zuvor hatte er alle Ansprüche noch zurückgewiesen. Die Elfjährige war in einem Hotelpool von einer Ansaug-Öffnung unter Wasser erfasst worden.

Das Hotel hatte nach dem Unfall versucht, alle Schuld von sich zu weisen. Im Januar musste Melanies Vater Michael Stark deshalb vor Gericht in Leipzig für ein Einlenken kämpfen. Danach wurde der Fall erneut geprüft. Jetzt will der Veranstalter einlenken. Alexander Göb, der 2011 seinen Sohn Lucas bei einem ähnlichen Unfall auf Fuerteventura verlor, hat seitdem Informationen über solche Fälle gesammelt und warnt: "So etwas passiert immer noch, weltweit!" Viele Pools in Urlaubshotels würden auch heute noch nicht ausreichend auf ihre Sicherheit geprüft.

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