Gespräche: Vertrauen schaffen und richtig zuhören

Kind, Gespräche
Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, um mit Ihrem Kind zu sprechen. © iStockphoto

Vier Fragetechniken für eine Atmosphäre des Vertrauens

Sie wollen, dass Ihr Kind Ihnen möglichst viel über sich erzählt? Rogge und Bartram empfehlen, dazu vier Fragetechniken.

Stellen Sie kurze Rückfragen!

Diese geben ihrem Kind Gelegenheit, sich ausführlicher zu äußern. Zugleich vergewissern sie sich dadurch, ob Sie ihr Kind richtig verstanden haben.

Stellen sie einfache Fragen!

Komplexe Fragen überfordern insbesondere jüngere Kinder, weil sie sich schnell zwischen Alternativen entscheiden müssen. Statt offenen Fragen sollten sie daher geschlossene Fragen stellen, auf die das Kind mit 'Ja' und 'Nein' antworten kann. (Beispiel: Statt "Welches T-Shirt möchtest du anziehen?" "Möchtest du das rote T-Shirt anziehen".)

Orientieren Sie sich am Wortschatz des Kindes!

Wenn sie eine Frage gestellt haben, die Ihr Kind offensichtlich nicht versteht (ein Hinweis drauf ist eine zögerliche Antwort), sollten Sie die Frage in einer anderen Formulierung wiederholen, die dem Wortschatz des Kindes entspricht.

Fassen Sie zusammen!

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie eine Antwort nicht richtig verstanden haben, wiederholen Sie die Antwort Ihres Kindes kurz und benutzen Sie dabei dessen Wortwahl. Eine solche Zusammenfassung zeigt dem Kind, dass Sie aufmerksam zugehört haben und jetzt überprüfen.

Achtung: Jüngere Kinder überfordert eine solche Zusammenfassung, wenn sie zu lang ist. Für Sie selbst kann eine Zusammenfassung dennoch sinnvoll sein: So bringen Sie Ordnung in die Erzählung und lenken die Aufmerksamkeit auf zentrale Aspekte der Darstellung.

Sechs Grundregeln für aktives Zuhören

Je besser Sie Ihrem Kind zuhören, desto größer ist die Chance, dass sich ihr Kind mitteilt und sich von Ihnen verstanden und angenommen fühlt. Die folgenden Tipps von Rogge und Bartram können helfen:

1. Nehmen Sie mit Ihrem Kind Blickkontakt auf, wenn es mit Ihnen redet.

2. Verbinden Sie den Blickkontakt mit einem freundlichen Gesichtsausdruck, der Interesse ausstrahlt. Gähnen oder gelangweilte Mimik töten jedes Gespräch.

3. Zeigen Sie annehmendes Verhalten und eine offene Körpeerhaltung. Wenn Sie die Arme verschränken, auf die Uhr oder aus dem Fenster schauen demonstrieren Sie ihrem Kind Desinteresse.

4. Gelegentliches Kopfnicken signalisiert Ihrem Kind, dass sie Zuhören. Das können Sie verstärken, indem Sie immer die letzten Worte Ihres Kindes wiederholen.

5. Fassen Sie die Darstellung Ihres Kindes kurz zusammen. Damit zeigen Sie einerseits, dass Sie Ihrem Kind zuhören und können andererseits überprüfen, ob Sie Ihr Kind richtig verstanden haben.

6. An die Zusammenfassung können Sie auch eine Frage anschließen.

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