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Geschenke zu Ostern: Bloß nicht streiten!

Geschenke zu Ostern: Bloß nicht streiten!
Wenn der Osterhase keine Geschenke bringt, hängt der Haussegen häufig schief. © dpa, Ursula Düren

Bleibt das Geschenk aus, gibt es Streit

Ostern ist ein besonders frohes Fest, wie ich finde. Ein Grund liegt in der Sache selbst: Wer an Gott glaubt, an Jesus, an die Auferstehung, dem wird zu Ostern wirklich leicht ums Gemüt, es ist das Fest der Hoffnung. Und es findet im Frühling statt, die Welt wacht auf, alles reckt sich, herrlich.

Nun gibt es aber gerade zu Ostern oft Streitigkeiten unter sonst glücklichen Liebespaaren. Frauen bekommen soo gern etwas geschenkt, bei den meisten Paaren hat sich eingebürgert, dass die Frau auch etwas zum Nikolaus bekommt, dass ihr Liebster ihr einen Adentskalender bastelt, dass er an ihren Namenstag denkt und sie mit einem Geschenk erfreut, wie auch am Valentinstag und natürlich zu ihrem Geburtstag und zum Jahrestag, wenn die Beziehung sich jährt. Zu Weihnachten sowieso. Und am Muttertag erst Recht.

Man muss sehr lobend erwähnen dass Frauen die Erwartung an Geschenke nicht in sich tragen, weil sie von Natur aus gierig sind. Nein, sie selbst sind ja auch großzügig, schenken gern und üppig.

Am Ostersonntag nun gibt es lange Gesichter, wenn der Osterhase nichts gebracht hat. Meistens hat die Frau die Dinge besorgt für die Kinder, für den Mann, Schokolade und andere Kleinigkeiten wie einen Plüschhasen oder eine Barbiepuppe oder ein Spielzeugauto.

Hat das Paar keine Kinder, hat die Frau oft ein Rasierwasser für ihren großen Schatz versteckt oder sein Lieblingsduschgel. Interessanterweise, und das muss mit dem Frühling zusammenhängen, handelt es sich bei den Präsenten meistens um etwas Frisches. Und genau das wünschen sich die Frauen in der Regel: Einen Blumenstrauß, ein Parfüm.

Bleibt das Geschenk aus, hängt der Haussegen schief. Mein Partner weiß, wie wichtig mir eine kleine Aufmerksamkeit ist. In den letzten Jahren hat er sie im Wohnzimmer hinter der Gardine versteckt, da muss ich noch nicht einmal lange suchen, toll! Und als sei er Gedankenleser, handelt es sich stets um einen Duft. Guter Mann!

Geschenke: Stetes Thematisieren hilft!

Wenn man zu der Gruppe von Frauen gehört, denen die Kinnlade runterfällt, wenn sie Ostern mit leeren Händen ausgehen, rate ich zu einer liebevolleren Taktik als zu schmollen und den schönen Tag zu verderben.

Ich habe meinen Mann sehr weiblich-verführerisch "beigebracht" mich auf dem Ostereinkaufszettel zu haben. Stetes Thematisieren der Sache vor Ostern, das hilft enorm.

Man kann auch darüber hinaus regelmäßig erwähnen, dass man für ihn ein "ganz tolles Geschenk" habe. Wink mit dem Zaunpfahl, ja, aber besser als meckern am Feiertag.

Man muss im Hinterkopf haben, dass Männer in der Regel nicht solche übertriebenen Schenker sind, jedenfalls haben sie das Schenken nicht im Blut. Auch wenn sie echt spendabel sind! Das ist keine Frage des Geizes. Männer brauchen, was das Schenken angeht, Führung. Gerade, wenn das Schenken nicht zwingend auf der Hand liegt, wie Ostern.

Selbst diese banalen Nummern, dass man sich ewig die Nase an einem Schaufenster plattdrückt, in dem Ohrringe hängen (aber nur Modeschmuck, Ostern ist nicht Weihnachten), die man sich sehnlichst wünscht, sind dienlich. Natürlich nur, wenn der Liebste neben Euch steht. Sonst halten Euch die Leute für einen Idioten.

Also, die Lektion heute ist – und das gilt auch für die ganz emanzipierten Damen unter uns (wie ich eine bin): Wer zu Ostern einen Hasen will, sinnbildlich gesprochen, sollte vorher süß sein. Dann geht die Rechnung auf. Probiert es aus, weibliche Raffinesse.

Eure Birgit

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