'Germany's next Topmodel'-Kolumne: Kollektiv-Menstruation und ihre Folgen

Alle gegen die Jury

Das war aber jetzt wirklich mal ein spannendes Battle. Es ging um den: „Mensch, Mädels, was soll denn das?“-Preis, auch genannt der „das ist also der Unterschied zwischen tres chic und trashig“-Award. Im Finale : Heidi Klum und Helene Fischer. Aber sorry Helene, wir haben trotz deiner Geschmacksentgleisung mit dem Echo-Badeanzug heute keine goldene Zitrone für Dich, denn die geht an den ‘Glitzerkugel meets hello Kitty‘ - Fummel von Heidi. Gratulation dazu! Und zur neuen Erkenntnis, dass offensichtlich nicht nur Freundinnen, sondern auch Feindinnen gemeinsam ihre Tage bekommen.

Von Dagmar Baumgarten

Die Auswirkungen: Neben dem üblichen Gebitche untereinander, gingen die Mädchen auch auf die Jury los. Alle Shootings wurden belästert als zu kalt, zu doof, und "was wollen die überhaupt von uns?". Ausgerechnet Wolles Liebling Nathalie, verpatzte die Chance auf einen Auftritt bei Joops Fashion- Show in Paris, weil sie sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht ihre Augenbrauen-Balken und ihren knallroten Billo-Lippenstift abschminken wollte. Diese Weigerung zeugt entweder von Größenwahn, oder von Gehirnschwäche wegen mangelnder Durchblutung aufgrund der erwähnten Kollektiv-Menstruation.

Model-No-Go der Woche

Das hat sich Magermädchen Anna geleistet. Die Mädchen durften reiten. Reiten auf Plüsch Ponys löst doch eigentlich Juhu-und-Yippie- Reflexe aus. Es ist jedenfalls kein Grund für sinnentleertes Kreischen. Unglaublich dieses hysterische Möchtegernmodel, das nur um im Mittelpunkt zu stehen, einem Pferd, das sich noch nicht mal bewegt, in Pseudo-Panik einen Tinnitus ins Ohr kreischt. Unfassbar geradezu, dass man die nicht direkt nach Hause geschickt hat! Oder wenigstens mal zum Stall ausmisten. Ach ne, für das Rustikale ist ja die bodenständige Heidi zuständig. Heute zeigte sie uns, dass sie sogar Ziegen mit phallusartigen Riesenzitzen melken kann. Das ganze macht sie extrem lasziv. Als ob sie der lästernden Liliana Matthäus unbedingt beweisen wollte, warum es für Vito Schnabel sehr wohl gute Gründe gibt bei Heidi zu bleiben!

Out der Woche

Dieses ‘Dänglish for Runaways‘ ist doch wohl so was von 90er! Ja, wir haben es verstanden! Ihr habt irgendeinen Provinz und Landpomeranzen-Trauma. Deshalb wollt ihr jetzt unbedingt totally international (gesprochen: internäschenäl) sein. Ihr wärt ja so gerne born in the USA oder in Paris, oder Made in Lampukistan! Egal woher - Hauptsache GNTM stünde für "German Nicht The Mutterlanguage"- Deswegen ist bei Euch die „chemistry da“, oder „muss man gucken, dass der walk gut läuft“, hat man öfter mal „ein Attitude-Problem“, und wird völlig absurd, wenn man plötzlich von „flirtation“ faselt. Letzteres kommt natürlich von Thomas Hayo. Mensch, finished den Shit, dann müsst ihr auch nicht mehr fighten ob man jetzt DER Dress oder DAS Dress sagt.

Wolles Spruch der Woche

Ok, der darf weiter dänglishen! Denn sonst würden wir ja nie erfahren, warum er so oft zu spät kommt. Heute war es, weil er Probleme hatte mit seiner Hose, denn „I have a black Spaghetti hanging out!“ Noch ist völlig unklar, ob es sich beim ‘black Spaghetti- Phänomen‘ um eine neumodische Model-Essstörung handelt, oder es womöglich eine skurrile Nebenwirkung seiner Op- Sucht ist. Aber wir bleiben dran.

Tränen der Woche

Die kamen von Nathalie. Die ja eigentlich nie weint, und auch gar keine Freunde will. Das zeitliche Zusammentreffen zwischen ihrem Schluchz-Anfall und dem Ausscheiden von Lisa legen allerdings nahe, dass sie doch so was wie menschliche Gefühle hat. Das wird aber mittlerweile bereits heftig von Konkurrentin Aminata dementiert. Vielleicht ist ihr also doch nur der Augenbrauenstift abgebrochen. Auch hier bleiben wir dran.

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