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Gemeinsame Familienessen sind entscheidend für die Kindesentwicklung

So wichtig ist gemeinsames Essen für Ihr Kind
So wichtig ist gemeinsames Essen für Ihr Kind Ergebnisse einer neuen Studie 00:02:24
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Rituale beugen psychischen Erkrankungen vor

Die wenigsten Familien sitzen heute noch bei den Mahlzeiten gemeinsam am Tisch. Dabei sind gerade solche Rituale ganz entscheidend für die Kindesentwicklung. Das haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden. Demnach sollen gemeinsame Familienessen vor Mobbing, Depressionen und anderen psychischen Störungen bei Kindern schützen. Doch was sagen deutsche Experten dazu?

Nur knapp jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren isst einmal am Tag gemeinsam mit der Familie. Die meisten Teenies snacken alleine oder mit schweigenden Beteiligten. Dabei ist gerade die Kommunikation Zuhause besonders wichtig. Die Studie aus den USA bestätigt: Gemeinsame Abendessen beugen psychischen Problemen, Aggressionen und sogar Drogenkonsum vor. Das bestätigen auch deutsche Experten.

"Wenn man zusammen isst, spricht man in der Regel auch miteinander und dann auch über Dinge, die einen beschäftigen oder was man erlebt hat", so Psychotherapeutin Ariadne Sartorius. "Das ist für Kinder besonders wichtig. Das sind wichtige soziale Komponenten, die beim Essen nebenbei laufen." Es empfiehlt sich für Familien außerdem, Regeln festzusetzen, so dass beispielsweise Handys am Tisch verboten sind und der Fernseher ausgeschaltet bleiben muss.

Denn beim Abendbrot geht es eben um viel mehr als nur um das Essen. Es geht um das gegenseitige Zuhören, Interesse zeigen und sich als Familie wohl zu fühlen.

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