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Gemein: Fotostudio retuschiert Blutschwamm von Kind ungefragt weg

Fotostudio retuschiert Blutschwamm von Mädchen ungefragt weg
Lauren wollte eigentlich nur ein paar schöne Bilder ihrer Tochter Lexi.

Tochter Lexi soll sich nicht "anders" fühlen

Lexi ist 18 Monate alt und ein bildhübsches, kleines Mädchen. Die Angestellten eines Fotostudios in einem Einkaufszentrum im englischen Kent sahen das aber offenbar anders. Denn als Lexis Mutter Lauren Holsten von ihrer Tochter Portraitfotos machen ließ, erlebte sie eine böse Überraschung.

Statt das Mädchen so zu zeigen wie es ist, bearbeitete das Fotostudio die Bilder und retuschierte dabei das Geburtsmal der Anderthalbjährigen, ein Blutschwamm auf ihrer rechten Wange, kurzerhand weg - ohne dies vorher mit deren Mutter Lauren abzusprechen.

Für die junge Frau ist das ein Unding: "Selbst wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich es nicht gemacht, weil es nicht mehr nach ihr ausgesehen hätte", erklärt sie im Gespräch mit der britischen Zeitung 'Metro‘. Als Lauren und Lexis Vater Dylan das Fotostudio zur Rede stellten, gab es dafür nicht mal eine Entschuldigung.

Doch Lauren ließ nicht locker, denn das Thema liegt ihr besonders am Herzen. Sie möchte nicht, dass sich ihre Tochter jemals "anders“ fühlen muss oder sich für ihr Aussehen schämt. "Es ist, als hätten diese Fotografen beschlossen, dass sie nicht perfekt ist, dabei ist sie erst 18 Monate alt. Das muss sich ändern.“

Und sie hatte Erfolg: Mittlerweile hat Lauren die unretuchierten Fotos ihrer Tochter erhalten und auch das Einkaufszentrum hat Konsequenzen aus diesem Vorfall gezogen. Obwohl das Fotostudio mitteilte, dass sie ihre Richtlinien geändert haben und in Zukunft Eltern nach Geburtsmalen ihrer Kinder fragen werden, müssen sich nun nach einer neuen Lokalität umsehen.

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