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Geheimtipps für die Hautpflege

Geheimtipps für die Hautpflege

Fältchen und Hautunreinheiten kommen zum Leidwesen vieler Menschen in der dunklen Jahreszeit deutlicher zum Vorschein als im Sommer. Doch das bietet einen Vorteil, denn dadurch lassen sie sich gut behandeln. Der Zeitpunkt eignet sich besonders, weil die Haut in ihrer Regeneration nicht durch eine hohe UV-Strahlung strapaziert wird, wie es im Sommer der Fall wäre.

Verhornte Ellbogen werden beispielweise mit Hilfe von Zitronen geschmeidig: Nach dem Auspressen werden die Ellbogen für wenige Minuten in je eine Zitronenhälfte gestützt. Die Fruchtsäure weicht die obere Hornschicht auf, danach den Saft gründlich abwaschen, die Ellbogen abtrocknen und eincremen.

Guten Schutz für trockene Gesichtshaut bietet eine fetthaltige Creme. Sie wirkt isolierend gegen Kälte und trockene Heizungsluft. Einen gegenteiligen Effekt verursacht eine Feuchtigkeitscreme: Sie sollte nicht aufgetragen werden, wenn kurze Zeit später das Haus verlassen wird und man sich dadurch kalter Luft aussetzt. Aufgrund der Creme befindet sich noch Feuchtigkeit auf der Haut und in den Poren, so dass die Haut nun regelrecht einfriert.

Mit Seesand- oder Mandelkleie-Peelings lassen sich alte und trockene Hautschuppen am ganzen Körper entfernen. Einmal im Monat reicht eine solche Anwendung allerdings, denn mehr kann die Haut reizen.

Schonend werden die toten Hautschuppen mit einer Massage entfernt. Zudem wird die Durchblutung angeregt, was einen rosigen Teint verleiht. Samtweich wird die Schutzhülle des Körpers von einem Vollbad mit Milch. Dafür müssen ein bis zwei Liter Kuh- oder Ziegenmilch oder auch Buttermilch ins Badewasser gegeben werden, die Badezeit wird mit 15 Minuten veranschlagt. Das Milchfett wirkt leicht rückfettend. Der Effekt wird verlängert, wenn man sich nach dem Bad mit dem Handtuch sanft abtupft, statt sich kräftig abzurubbeln.

Gleiches gilt nach Meersalzbädern, die die Heilung der Haut bei kleinen Wunden unterstützen. Allerdings ist es nach einem solchen Bad sinnvoll, sich kurz abzuduschen. Ein gutes Training für die Haut ist ein Saunabesuch. Es durchblutet die Haut gut und lässt sie prall und glatt erscheinen. Für Menschen mit sehr trockener Haut empfiehlt es sich, gut eine Stunde nach dem letzten Saunagang den Körper mit einer rückfettenden Lotion einzucremen.

Zusätzlich sollte der Mineralstoffverlust, der aufgrund des Schwitzens entsteht, mit einer großen Apfelschorle ausgeglichen werden. Auch eine ausgewogenen Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst kommt der Haut stets zugute.

Geheimtipps für die Hautpflege

Was hilft der Haut an kühlen Tagen?

Auf jeden Fall regelmäßiges Eincremen. Je trockener die Haut ist, desto fettreicher sollte die Creme sein. Enthält sie Glyzerine und Harnstoff, hilft sie unserer Haut bei Kälte noch besser. Bei ganz trockenen oder rissigen Stellen helfen auch Salben wie Bepanthen oder einfach die sehr fetthaltige Vaseline.

Soll man grundsätzlich weniger duschen?

Mittlerweile benutzen wir ja gleich eine riesige Auswahl an Duschgels, Dusch-Milch usw. Das ist oft gar nicht nötig. Generell gilt: Viel Wasser hat auch schon eine große Wirkung. Benutzen Sie wenig Seife, das schont die Hautstruktur und reinigt sehr gut. Einzig wo Haut auf Haut trifft (Achsel, Bauchnabel, Genitalbereich) sollten Sie Seife benutzen.

Wichtig: Beim Abtrocknen nicht rubbeln, sondern tupfen, damit Pflegesubstanzen, z. B. aus Duschöl, erhalten bleiben.

Die Haut wird ja nun auch zunehmend blasser. Soll man da öfter auf die Sonnenbank?

Die Risiken für die Haut auf der Sonnebank sind in jeder Jahreszeit gleich. Je nach Belastung altert die Haut schneller und es erhöht sich die Gefahr von Hautkrebs.

Einzig Ihre Vitamin D-Produktion wird angeregt. Besser ist aber ein Spaziergang in der Sonne – und an der frischen Luft.

Ist es egal, welches Dusch- oder Badegel man benutzt?

So genannte synthetische Tenside sind in allen Shampoos und Duschgels enthalten. Das reinigt zwar die Haut, spült aber auch Lipide aus, die für den Selbstschutz der Oberhaut verantwortlich sind. Besser Sie greifen auf Duschöle zurück, weil sie die Haut pflegen. Zusätzlich können Sie Ihre Haut mit Körper-Lotionen unterstützen: Morgens eine leichte Hydro-Lotion (enthält mehr Wasser), abends eine Lipid-Lotion (mit mehr Fett).

Gibt es eine bestimmte Regel für die Hände?

Experten empfehlen, die Hände mit lauwarmem Wasser zu waschen. Denn zu kaltes Wasser reinigt nur wenig. Ist es zu heiß, reinigt es zwar besser, trocknet aber die Haut mehr aus

Was hilft bei trockenen Lippen?

Am effektivsten ist sicherlich Vaseline. Aber auch Produkte mit Bienenwachs sind zu empfehlen! Vorsicht vor allzu parfumierten Lippenstiften. Wer zu oft einen Lippenpflegestift benutzt, hat schnell das Gefühl, immer nachlegen zu müssen. Benutzen Sie einen Lippenstift also eher in Ausnahmen.

Und für den Körper?

Es schadet nicht, sich nach dem Duschen mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einzureiben. Dies sollten Sie aber auch nicht übertreiben. Alle zwei Tage ist schon vollkommen in Ordnung.

Geheimtipps für die Hautpflege

Kann ich auch mit Ernährung etwas für die Haut tun?

Der beste Tipp: viel Wasser, Früchte- und Kräutertees trinken. Die Haut muss mit Wasser versorgt werden. Hat sie zu wenig, wird sie trocken. Achten Sie auf ausgewogene Ernährung, außerdem viel ungesättigte Fettsäuren (z. B. in Fisch). Das unterstützt die körpereigenen Lipide der Haut.

Eine kleine Kur pro Monat kann gerade Ihre Gesichtshaut schon deutlich beeinflussen. Für die intensive Tiefenreinigung der Haut bietet sich vor allem ein Peeling an. Um die Haut darauf gut vorzubereiten, sollte erst ein Gesichtsdampfbad genommen werden. Dafür wird einfach heißes Wasser in eine Schüssel gegossen und das Gesicht eine Weile in den Dampf gehalten. Wie beim Erkältungsdampfbad hilft auch hier ein Handtuch über den Kopf und die Schüssel zu legen. Der Wasserdampf weicht die Hornschicht der Haut auf und öffnet die Poren, so dass sich die Unreinheiten besser entfernen lassen.

Ein Peeling schafft das am einfachsten. Dabei wird mit einer körnigen Massagelotion wie etwa Seesand-Mandelkleie oder Aprikosenkernkleie die Haut massiert, um lockere Hautschüppchen abzutragen. Für eine effizientere Wirkung kann die Massage auch mit einer weichen Bürste durchgeführt werden.

Wichtig ist, nicht zu stark zu rubbeln oder zu reiben, da dies die Haut reizt und zu Rötungen führt.

Mit lauwarmen Wasser ist schließlich das Gesicht zu waschen und von der Peelingmasse zu befreien. Die Haut ist nun zarter und wirkt frischer als zuvor. Ein Gesichts-Peeling sollte übrigens nur einmal im Monat durchgeführt werden, häufiger wäre zu viel des Guten.

Im Anschluss an die Porenerweiterung und -reinigung können Gesichtsmasken und Cremes besonders gut wirken. Speziell fettreiche Cremes oder Masken auf Wasser-in-Öl-Basis, kosmetische Hautöle oder eine besonders lipidhaltige Creme auf Öl-in-Wasser-Basis sind am besten geeignet, die Haut in den kalten Monaten zu schützen und zu pflegen.

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